Viele Baustellen hat die Gemeinde Rauhenebrach in diesem Jahr abschließen können, einige stehen kurz vor der Vollendung und andere sind geplant. Die wesentlichsten Projekte griff Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) in seinem Rückblick in der letzten Zusammenkunft des Gemeinderates 2015 heraus. Das ist in Rauhenebrach keine Gemeinderatssitzung, sondern eine Adventsfeier gemeinsam mit den Mitarbeitern in Verwaltung und Bauhof, der Schulleitung, dem Förster, dem Pfarrer und der Feuerwehrdienstaufsicht.


Schnelles Internet

Noch vor Weihnachten werden viele Rauhenebracher auf schnelleres Internet zugreifen können, wenn sie die entsprechenden Verträge abschließen. Bürgermeister Matthias Bäuerlein bezeichnete die Breitbandversorgung einer Gemeinde als ebenso wichtige Infrastruktur wie Wasser und Strom.
Einige Jahre dauerte wegen der schwierigen Topographie der Radwegebau von Untersteinbach nach Koppenwind, doch jetzt ist die Trasse fertig. Als nächster Radweg steht nun die straßenbegleitende Verbindung von Karbach nach Fabrikschleichach auf der Agenda.
Nicht ganz fertig geworden ist die Ortsdurchfahrt von Schindelsee, doch die Straße ist asphaltiert und wird zu den Feiertagen für den Verkehr freigegeben. Im Frühjahr sind dann noch einige Arbeiten an den Randbereichen zu erledigen.
Auch die Schule kann nach den Weihnachtsferien wieder den geregelten Betrieb aufnehmen nach der umfangreichen und umfassenden Generalsanierung. Abgerundet wird das Millionenprojekt im Frühjahr noch durch die Neugestaltung der Außenanlagen.
Eine echte Bereicherung ist der "Pfad der Artenvielfalt", der im Sommer eröffnet werden konnte und sich seitdem großer Beliebtheit erfreut.
Mit der Klärschlammentsorgung wurde quasi der Umbau der Kläranlage eingeleitet, der 2016 ansteht und zumindest aus finanzieller Sicht das nächste Großprojekt darstellt. Auch die Brunnensanierung in Koppenwind soll 2016 realisiert werden, wenn alle Gutachten vorliegen.
Auch Pläne werden im kommenden Jahr geschmiedet: für die energetische Sanierung des Rathauses beispielsweise oder die Sanierung des Kindergartens Untersteinbach, ebenso für ein Baugebiet in Untersteinbach sowie den Radweg von Falsbrunn nach Prölsdorf.
Der Dank des Bürgermeisters galt dem Gemeinderat, besonders seinen beiden Stellvertretern Alfred Bauer und Alexander Hoppert "für die tatkräftige Unterstützung und viele Impulse". Ein besonderes Lob ging an den Bauhof, der gute Arbeit leiste und extrem flexibel sei: "Die Norm ist das Unvorhergesehene, das Geplante muss man dazwischentakten", erklärte er mit einem Augenzwinkern.
Mit einigen Bildern zeigte er die Schönheiten der Rauhen-ebracher Gemeindeteile und einige Besonderheiten: die instandgesetzte Fischtreppe an der Wehranlage in Untersteinbach beispielsweise oder das Schwarzstorch-Projekt. Auf das Engagement der Vereine und der Feurwehren in der Großgemeinde ging er auch ein. Er dankte allen, die Verantwortung übernehmen, auch den besonders Beauftragten des Gemeinderates. Ludwig Popp als Seniorenbeauftragter und Alexander Hoppert als Jugendbeauftragter engagierten sich sehr intensiv, lobte er.
"Wir leben hier sehr gut, unsere Infrastruktur ist besser, als es oft behauptet wird. Wir dürfen uns nicht selbst klein reden oder schlecht reden lassen, sondern durch Zusammenhalt gute Grundlagen für die Zukunft schaffen", fasste Matthias Bäuerlein zusammen.
Zweiter Bürgermeister Alfred Bauer (CSU) gab den Dank zurück an den Bürgermeister für das hohe Engagement, die angenehme Arbeitsatmosphäre, die auch Bauhof und Verwaltung zu schätzen wüssten, und nicht zuletzt "für die Ausdauer bei unseren manchmal sehr langen Gemeinderatssitzungen". sw