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Thundorf
Rückblick

Die Beleuchtung fällt Corona zum Opfer

Philipp Bauernschubert Der erste Samstag im August wäre in Thundorf eigentlich ein besonderer Tag gewesen. Denn dann hätte wie alljährlich die Schloss- und Seebeleuchtung auf dem Areal des Wasserschlo...
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Die Schloss- und Seebeleuchtung in Thundorf musste in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden. Foto: Archiv/Philipp Bauernschubert
Die Schloss- und Seebeleuchtung in Thundorf musste in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden. Foto: Archiv/Philipp Bauernschubert

Philipp Bauernschubert Der erste Samstag im August wäre in Thundorf eigentlich ein besonderer Tag gewesen. Denn dann hätte wie alljährlich die Schloss- und Seebeleuchtung auf dem Areal des Wasserschlosses stattgefunden, wenn nicht die "Corona-Krise" der Veranstaltung einen Riegel vorgeschoben hätte.

Ende des vergangenen Jahres hatten bereits die Planungen und Reservierungen begonnen, aber die aktuelle Lage und die von der Regierung vorgeschriebenen Auflagen zwangen die Verantwortlichen zur Absage.

Seit 50 Jahren wird von zahlreichen Helfern ein großer Aufwand betrieben, um das Schloss, den Park und den See mit 5000 Lichtern zu beleuchten, was die zahlreichen Besucher immer wieder aufs Neue begeistert.

Alljährlich war dieses einmalige Ambiente ein Hingucker in dem kleinen 600 Einwohner zählenden Ort. Für diesen Zauber legten sich immer weit mehr als 100 Helfer kräftig ins Zeug. Dazu zählt auch die Malteserjugend, die passend zum Motto immer wieder Ornamente und Schriftzüge in die Rasenfläche des Thundorfer Schlossparkes gezaubert haben.

Auftakt im August 1970

Begonnen hat alles im August 1970 mit einer Serenade im Schlosspark und festlicher See-, Park- und Schlossbeleuchtung. Damals wurden rund 1000 bunte Lichter, zahlreiche Lampions und rund 100 Fackeln angezündet, um das ganze Areal in ein farbenprächtiges Lichtermeer zu verwandeln. Eröffnet hatte das Fest seinerzeit die Jugendblaskapelle Theinfeld unter Leitung von Manfred Klopf und der "Festmusik" von Wagner. Pfarrer Oskar Pflüger sagte in seiner damaligen Begrüßungsrede: "Das historische Wasserschloss in seiner langen Geschichte hat zum ersten mal eine solche Beleuchtung erlebt". Nun sind 50 Jahre vergangen und das Lichterfest von Thundorf hat an seiner Attraktivität nichts eingebüßt. Es ist nur doppelt schade, dass es ausgerechnet im 50. Jahr abgesagt werden musste.

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