von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Frensdorf — Weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus ist Grete Dobeneck bekannt, die in Frensdorf ihren 95. Geburtstag feierte. Zusammen mit ihrem verstorbenen Mann, dem praktischen Arzt und Geburtshelfer Dr. Hans Dobeneck führte sie das ehemalige Entbindungsheim Sankt Marien.
Ab 1956 bis in die frühen 80er Jahren erblickten dort 2629 Kinder das Licht der Welt. Jedes Neugeborene sei mit Foto im Rathaus dokumentiert, berichtete Bürgermeister Jakobus Kötzner als er der Jubilarin namens der Gemeinde gratulierte. Besonders herzlich auch ganz persönlich, denn aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen ist Kötzner das Patenkind der Jubilarin. Grete Dobeneck begrüßte ihn und seine Frau ganz besonders herzlich.
Geboren und aufgewachsen ist Grete Dobeneck, geborene Saffer, in Ebermannstadt. Sie besuchte das Mädchenlyzeum in Erlangen und ergriff danach den Beruf der medizinisch-technischen Assistentin in der Erlanger Privatklinik von Universitätsprofessor Dr. Paschke. Nach ihrer Heirat mit Dr. Dobeneck kam sie nach Frensdorf, wo sich ihr Mann 1951 mit einer Arztpraxis niederließ. Bereits ab 1952 begann das Ehepaar mit dem Aufbau des Entbindungsheims Sankt Marien, das 1956 bezogen werden konnte. Derzeit wird der Gebäudekomplex zum Behindertenwohnheim der Lebenshilfe umgebaut.
Grete Dobeneck war Zeit ihres Lebens eine faszinierende Persönlichkeit. Fast als ihr "Markenzeichen" kann ihr weißer Mercedes bezeichnet werden, den sie bis ins hohe Alter selbst steuerte. Auch heute noch versteht die temperamentvolle Jubilarin ihre Zuhörer in den Bann zu ziehen. In jüngeren Jahren habe sie gerne gesungen - im Chor und auch solistisch, zum Beispiel bei vielen Taufen.