Ebermannstadt — So wie im ganzen Land versammelten sich auch in Ebermannstadt viele Mitbürger am Ehrenmal, um der Toten zu gedenken. Bürgermeisterin Christiane Meyer erinnerte in einer Feierstunde an die Millionen von Toten der zwei Weltkriege und rief das unermessliche Leid, das durch den Terror von Nationalsozialismus, Rassismus und Verfolgung hervorgerufen wurde in Erinnerung.
In den letzten Tages des Zweiten Weltkrieges, so Christiane Meyer sollte ein letztes Aufgebot eine Übermacht der amerikanischen Armee aufhalten. Die Jüngsten, die diesen Einsatz mit ihren Leben bezahlten, waren gerade 16 Jahre alt und hatten ihr gesamtes Leben noch vor sich. 13 Opfer ruhen bis heute in einem gemeinsamen Grab auf dem Ebermannstadter Friedhof. Meyer bedankte sich bei den Mitgliedern der örtlichen Soldatenkameradschaft, die bei der Pflege dieses Grabes tatkräftig mithelfen. Sie erinnerte auch an die 65 Männer aus Ebermannstadt, die auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges gefallen sind. Sie stimme mit dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. überein, der betonte: "Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit".
"Und doch müssen wir heute erleben, dass Hunderttausende völlig verzweifelt nach Europa flüchten, um ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder und Familien zu retten", so Meyer. Sie verwies auch auf die Attentate in Paris, die alle zutiefst erschütterten. "Wir sind in Gedanken bei den Opfern, denen das Leben geraubt wurde, bei ihren Angehörigen und bei den Verletzten. Mögen sie genesen, körperlich und seelisch". so Meyer. Gemeinsam mit Drittem, Bürgermeister Rainer Schmeußer legte die Stadtchefin einen Kranz nieder, ebenso Bärbel Stief und Walter Heesen vom örtlichen VdK und Herrmann Wiemann für die Soldatenkameradschaft. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier von der Blaskapelle Niedermirsberg unter der Leitung von Alfons Herbst. Sie spielten die Melodie vom "guten Kameraden". Das Trompetensolo intinierte Andreas Wiemann. Traditionsgemäß sorgte auch der Männerchor des Musik- und Gesangvereins Ebermannstadt unter Siegfried Ceipek mit einem vierstimmigen Lied für einen würdigen Rahmen. Mit einem gemeinsamen "Vater unser" endete die Gedenkfeier.