Das Gesundheitsamt Haßberge meldet 26 weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 1973 (Stand: 7. Januar, 15.30 Uhr), teilte das Landratsamt gestern mit. 1635 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Demnach sind aktuell 297 Personen mit dem Virus infiziert. Zurzeit werden 25 Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon drei auf der Intensivstation. 41 Menschen sind im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich 402 Personen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 144,6 (laut LGL bei 188,42).

Welcher Wert gilt?

Viele Bürger rufen aktuell beim Bürgertelefon an und wollen wissen, welcher Inzidenzwert ausschlaggebend für die Bestimmung eines Hotspots ist. Als Bayern im Oktober die "Corona-Ampel"-Regelung mit gestaffelten Maßnahmen ab bestimmten Inzidenzwerten eingeführt hatte, hat sich das Gesundheitsministerium bei der Bestimmung der Hotspots sowohl an den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) als auch an denen des Landesamtes für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit (LGL) orientiert. Waren die Zahlen unterschiedlich, war immer der jeweils höhere Wert maßgebend. Das hat sich aber seit Inkrafttreten der neunten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (30. November 2020) geändert: Bei der Bestimmung der Hotspots werden ausschließlich die RKI-Zahlen berücksichtigt. Das bedeutet in der Praxis: Hat ein Landkreis laut LGL einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 201, aber laut RKI einen Wert von 180, würden in dem Landkreis am nächsten Tag nicht die strengeren Regelungen gelten.

Viele Fragen wirft nach den Erfahrungen des Landratsamtes auch die von der bayerischen Staatsregierung beschlossene Einschränkung des Bewegungsradius auf. Ab Montag, 11. Januar, wird in Landkreisen ab einer Inzidenz von 200 der Bewegungsradius der Bevölkerung eingeschränkt auf 15 Kilometer. Dies gilt nicht für die Themen Einkaufen, Beruf oder Familie, sondern für Tagesausflüge oder, wie Ministerpräsident Markus Söder auf der Pressekonferenz sagte, für entsprechende Aktivitäten, die damit im Zusammenhang stehen. Sobald der Landkreis Haßberge eine Inzidenz von 200 oder mehr erreicht, wird das Landratsamt den Wert offiziell bekanntgeben und die Bevölkerung auf die neuen Regelungen hinweisen.

In Hofheim in der Rettungswache des Roten-Kreuzes hat das Impfzentrum für den Landkreis bereits seinen Betrieb aufgenommen. Informationen rund ums Corona-Impfzentrum gibt es auf der Internetseite des Landkreises unter www.hassberge.de/buergerservice/gesundheit/corona-virus/impfzentrum.html.

Unter anderem sind dort die Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Impfen eingestellt. Weitergehende Informationen zum Thema Impfen gegen das Coronavirus gibt es auf der Homepage des Bayerischen Gesundheitsministeriums unter www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung/.

Der Schwerpunkt liegt in der Anfangsphase zunächst auf der Impfung der Bewohner der Senioren- und Pflege- sowie Behinderteneinrichtungen, der über 80-Jährigen sowie des Personals der ambulanten und stationären Pflege. Hierfür werden mobile Impfteams für die Impfung vor Ort eingesetzt.

Warteliste

Eine Terminvereinbarung für das Impfzentrum für die Zielgruppen der Impfpriorisierung wird erst im Laufe des Januars zunehmend Bedeutung erhalten. Dennoch können sich Bürger, die in der ersten Phase impfberechtigt sind, ab sofort beim Bürgertelefon des Landratsamtes unter der Rufnummer 09521/27600 melden (Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr, sowie Freitag, 8 bis 12.30 Uhr).

Über 1000 Impfwillige stehen bereits auf der Warteliste. Die Anmeldung für das Impfzentrum erfolgt ausschließlich über die Hotline des Landratsamtes. Es macht keinen Sinn, im Impfzentrum anzurufen oder vor Ort persönlich einen Termin zu vereinbaren, betont die Behörde. red