von unserer Mitarbeiterin Petra Malbrich

Egloffstein — "Keine kalte Anwendung am kalten Körper" - so lautet die wohl wichtigste Regel, die bei den über 300 verschiedenen Wasseranwendungen von Kneipp zu beachten ist.
Den Anwendungen sagt man nach, den Kreislauf anzuregen, bei Venenleiden und Besenreiser zu helfen und das Immunsystem zu stärken. Der Kältereiz soll allerdings nicht brutal sein, sondern eher belebend wirken. Es dürfen nach der reinen Lehre auch keine zwei Anwendungen hintereinander gemacht werden. Wer sich also zum Beispiel für das Armbad entscheidet, darf nicht auch noch eine Runde mit den Füßen im etwa 13 Grad kalten Wasser waten. Der Körper sollte schon vor der Anwendung warm sein. Dann wird der Arm in das Armbad gelegt oder man läuft barfuß durch das Wasser fürs Fußbad. Nicht zu lange.

Viele Dinge zu beachten

Der wichtigste Maßstab ist das eigene Gefühl. Wenn man denkt, dass es reicht, beendet man die Anwendung. Dieser Punkt kann bei den einen nach einer halben Minute erreicht sein, bei anderen erst nach einer Minute oder sogar noch später.
Wirksamkeit wird auch mit dem Gießrohr nachgesagt, das zu Hause an der Dusche angebracht werden kann. Allerdings sollte man nicht einfach drauflos duschen. Auch hier gibt gewisse Dinge zu beachten. Wann kommt zuerst ein warmer und dann der kalte Guss? Wird bei einem Kaltwasserguss von oben nach unten begonnen?
Für den Besucher, die Gäste des Kurortes und auch alle anderen an Kneipp Interessierten haben die Egloffsteiner Vereinsmitglieder eine Tafel an ihre Anlage montiert. Darauf steht Schritt für Schritt geschrieben, wie das mit dem Kneippen so geht.