"Unsere Gewohnheiten, die wir Tag für Tag pflegen, lassen sich halt auch schlecht mit Beginn des neuen Jahres verändern. Aber sollte man am Jahresanfang nicht auch einmal einfach innehalten und überlegen, ob man wirklich so viel verändern muss oder soll?", fragte Kirchehrenbachs Bürgermeisterin Anja Gebhardt beim Neujahrsempfang.

Weiter ging sie darauf ein, dass Gewohnheiten grundsätzlich etwas Gutes seien, dass man sich aber dennoch immer die Möglichkeit offen lassen sollte, Neues zu erfahren und zu erleben, andere Ansichten zu akzeptieren und auch einmal darüber nachdenken, was die Mitmenschen so bewegt. Denn einige Kirchehrenbacher haben sich aus ihrer Komfortzone heraus begeben und Großes geleistet.

Zum Beispiel hatte "der Lukinator" Lukas Kohl 2018 erneut die Weltmeisterschaft im Einerkunstradfahren geholt. Außerdem gibt es zwei Bayerische Meister im Herren-Doppel beim Elektronikdart. "Luisa Prell wurde Oberfrankenmeister", zählte die Bürgermeisterin auf, "und Angelika Fuchs hat den Weißen Engel des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege für ihren Aufbau der Seniorengemeinschaft Ehrenbürg erhalten."

Auszeichnungen

Beim Neujahrsempfang erhielten Gerhard Gebhard, Eberhard Hofmann und Stefan Lochner die silberne Bürgermedaille. Otto Kraus wurde mit der goldenen Bürgermedaille geehrt und Johannes Galster, Georg Maltenberger und Maria Gebhard bekamen den Ehrenteller der Gemeinde Kirchehrenbach.

Gerhard Gebhard trat dem Krieger- und Soldatenverein 1983 bei. Zudem war er Gründungsmitglied der Reservistenkameradschaft Kirchehrenbach. Die beiden Vereine wurden 2002 zusammengeführt. Hier ist Gerhard Gebhard Vorsitzender. "Er hat immer ein offenes Ohr mit seiner ruhigen, besonnenen und humorvollen Art. Und es liegt ihm am Herzen, dass der Verein am Leben erhalten wird", trug Anja Gebhardt vor.

Vor ein paar Monaten erst hatte Eberhard Hofmann die Ehrenmedaille des Bezirkes Oberfranken in Silber erhalten. Am Neujahrsempfang lobte die Bürgermeisterin erneut sein Engagement in musikalischer Hinsicht für das fränkische Brauchtum. Sie zählte den von ihm gegründeten "Erlanger Hausmusikkreis" auf, das Wirtshaussingen, die "Tüchersfelder Singtage", die Tondokumentation "Singen und Musizieren in der Fränkischen Schweiz" und sein Buch "Die schönsten Lieder der Fränkischen Schweiz".

Brandschützer

Stefan Lochner erhielt die silberne Bürgermedaille für seinen Einsatz bei der Feuerwehr. Dort leistet er seit 25 Jahren Dienst.

Seit 40 Jahren ist Otto Kraus Mitglied beim Technischen Hilfswerk. Für sein besonderes Engagement wurde er im Lauf der Jahre mit vielen Ehrungen bedacht. "Für dieses herausragende ehrenamtliche Engagement gilt dir der Dank der Gemeinde Kirchehrenbach. Dafür möchten wir dich mit der goldenen Ehrenmedaille der Gemeinde Kirchehrenbach auszeichnen", trug Anja Gebhardt vor.

Zweiter Bürgermeister Michael Knörlein (CSU) war stolz, da er drei verdiente Bürger für ihre Verdienste um das Gemeinwohl auszeichnen durfte. "Ehrenamtliches Engagement ist in unserem Ort noch stark ausgeprägt, aber auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Deshalb ist es uns ein Anliegen, es durch öffentliche Würdigung herauszustellen und unsere Anerkennung zu zeigen", trug Knörlein vor.

Johannes Galster ist seit 1985 Mitglied im Rechtlerausschuss. 18 Jahre lang war er sogar Sprecher. Zwölf Jahre lang war das CSU-Mitglied auch Gemeinderat. Außerdem wurde Galster 2006 zum Feldgeschworenen ernannt und ist 2012 Obmann der Siebener.

Maria Gebhard bezeichnete Knörlein als "Lichtgestalt für die Senioren". 25 Jahre fungierte sie als stellvertretende Ortsvorsitzende im CSU-Ortsverband, wurde 1996 Mitglied des Gemeinderats und war bis 2018 als Seniorenbeauftragte tätig.

Georg Maltenberger wurde vom Fußballer zum Vorsitzenden des TSV. Er war aber auch Vorsitzender der Freien Wähler Kirchehrenbach. Von 2008 bis 2014 war er Dritter Bürgermeister der Gemeinde. "Stets lag sein Augenmerk - vor allem aus kaufmännischen Gesichtspunkten, was seinem Beruf geschuldet war - auf den Gemeindefinanzen und er hinterfragte viele Beschlussvorlagen, bevor er dann aus Überzeugung zustimmen konnte", trug Knörlein vor und überreichte den drei engagierten Bürgern den Ehrenteller der Gemeinde.