In die südlichste Gemeinde seines Stimmkreises fuhr Gerald Pittner, unterfränkischer Spitzenkandidat der Freien Wähler, um sich mit den Rauhenebrachern über ihre Anliegen auszutauschen. Begleitet wurde er von Birgit Bayer, der Direktkandidatin für die Bezirkstagswahl. Bürgermeister Matthias Bäuerlein freute sich über diesen Besuch.

Pittner, Amtsrichter aus Bad Neustadt, ist als Kommunalpolitiker in Stadtrat und Kreistag immer wieder in der Verantwortung, Gesetze umzusetzen, die nicht immer die besondere Situation in der Rhön "oder eben auch hier im Steigerwald" berücksichtigen.

Es gebe immer noch Freie Wähler, die sich allein auf die kommunale Ebene beschränken wollen, "aber Gesetzgebungsorgan ist nun mal der Landtag", und dort möchte Pittner die Interessen des ländlichen Raumes vertreten. "Und dort ist die sachorientierte Politik der FW hochnotwendig", betonte Pittner.

Birgit Bayer möchte ihre Erfahrung aus der Kommunalpolitik im Bezirkstag einbringen - und dort auf die Finanzen achten, weil der Bezirk zu einem großen Teil über die Bezirksumlage durch die Kreise finanziert wird. "Wir brauchen Spielräume für alle kommunalen Ebenen", betonte sie.

Diskussion über ÖPNV

In der Diskussion nahm der ÖPNV breiten Raum ein, da Rauhenebrach durch seine Randlage mehrfache Probleme hat. Realschüler, Gymnasiasten und Berufsschüler fahren in Richtung Schweinfurt oder Bamberg.

Mancher Bus fährt auf dem Heimweg nur bis zur Landkreisgrenze und die Eltern müssen die Abholung organisieren. Das 1-Euro-Ticket für Schüler, das der Ministerpräsident gerade propagiere, sei zwar kein schlechter Ansatz, "aber nur da, wo auch Busse fahren", so einer der Diskussionsteilnehmer in Untersteinbach.