von unserem Redaktionsmitglied Anja Greiner

Landkreis Lichtenfels — An der Zimmerwand gleich neben den Orchideen hängen drei Hirschgeweihe, rechts davon baumeln Füchse vom Treppengeländer im ersten Stock. Der ausgestopfte Fasan sieht dem Bären an der gegenüberliegenden Wand aufs schwarze Fell und in der Mitte all dessen sitzt Dieter Erbse an einem runden Holztisch in seinem Esszimmer. Vor ihm ist eine kleine Messstation aufgebaut.
Erbse ist 67 Jahre alt, er war bis vor kurzem Vorsitzender der Kreisgruppe Bad Staffelstein des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), und wenn man ihn auf Berichte über strahlenbelastetes Schwarzwild anspricht, lächelt er, lehnt sich im Stuhl zurück und sagt: "Da gibt es nur eine Lösung, das Fleisch messen lassen."
Eine Ausnahme sei es gewesen, sagt Erbse, als 2010 bei einer Jagd bei Langheim neun von den elf geschossenen Tieren einen erhöhten Strahlenwert aufwiesen.