"Das Tüfteln liegt anscheinend in meinen Genen. Schon als Kind habe ich herumgeschraubt." Während Peter Hoffmann diese Sätze spricht, lehnt er sich entspannt in seinen Bürostuhl zurück. Die Montage ist seine Welt. Hier durfte der Vorarbeiter aus dem Burgkunstadter Ortsteil Theisau einst mit Schaber und Tuschierlineal Teile anpassen. Die Montage führt ihn auch hinaus in die große, weite Welt. "Ich war schon auf allen Kontinenten als Monteur zugange", erzählt der Jubilar, der seit 40 Jahren der Burgkunstadter Maschinenfabrik Fischer die Treue hält, die Cordschneideanlagen für die Reifenindustrie herstellt.

Jetzt wird er im Gasthaus "Fränkischer Hof" in Baiersdorf zusammen mit 32 weiteren betrieblichen Langstreckenläufern geehrt. Sein Auslandseinsatz beim Reifenhersteller Goodyear in Amerika ist ihm besonders in Erinnerung geblieben. "Ich stand vor Riesenreifen mit einem Durchmesser von vier Metern, wie sie im Bergbau zur Anwendung kommen. Das war der schiere Wahnsinn", staunt der Jubilar noch heute.

Hoffmann war neben seinen Auslandseinsätzen auch ein Mann für alle Fälle. In den 80er Jahren hatte die Maschinenfabrik noch einen Anschluss zum nahegelegenen Bahnhof in Burgkunstadt und eine betriebseigene Lokomotive, die von den Mitarbeitern scherzhaft "Superblitz" genannt wurde. Den jungen Maschinenschlosser ernannte man aufgrund seiner Flexibilität zum Lokomotivführer.

"Der Superblitz war ein umgebauter Schlepper. Er zog einen Einsenbahnwaggon, auf den Maschinen verladen wurden", erzählt der 55-Jährige. "Für mich ging ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich fühlte mich wie ein richtiger Lokomotivführer."

Seine Arbeit im Ausland und bei der Bahn hat er inzwischen an den Nagel gehängt und gegen den Vorarbeiter in der Montage getauscht. Darauf angesprochen, ob er die Handarbeit vermisse, antwortet der Theisauer: "Manchmal schon. Aber auch das Planen und Delegieren ist eine spannende Aufgabe." Die Firma zu wechseln, daran hat Hoffmann bislang noch keinen Gedanken verschwendet. "Wenn das Arbeitsklima passt, dann wächst man mit dem Unternehmen zusammen", strahlt der Geehrte über das ganze Gesicht.

Lobende Worte für die Jubilare findet Geschäftsführerin Simone Thies. Zusammen mit den Geschäftsführern Detlef Knorr und Ralf Klenner überreicht sie Urkunden, und Betriebsratsvorsitzender Dietmar Geßlein erinnert an das Zeitgeschehen vor zehn, 25 und 40 Jahren.