Zeil/Krum — Die Gläubigen aus der katholischen Pfarreiengemeinschaft und aus der evangelischen Kirchengemeinde in Zeil unternahmen den fünften ökumenischen Schöpfungsgang. Er führte durch die Fluren in der Umgebung von Zeil nach Krum.
An vier Stationen gab es Betrachtungen, untermalt von modernen geistlichen Gesängen, die die Familie Zettelmeier auf der Gitarre, mit Flöte und Geige begleitete. Die erste Station übernahm der katholische Pfarrer Michael Erhart an einem riesigen Maisfeld. Der Mais sei die zweitwichtigste angebaute Getreidepflanze, sagte er. Allerdings werde sie auch zu Treibstoffen verarbeitet. Die zweite Station am Hochbehälter befasste sich dem lebensnotwendigen Wasser. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Waldhäuser warnte davor, es zu verschwenden. Am Flurbereinigungsstein oberhalb von Krum fand die dritte Station statt. Die Vertrauensfrau des evangelischen Kirchenvorstands, Margot Dümler, befasste sich mit dem Thema Milch. Sie erläuterte, dass Milch als Grundnahrungsmittel in Supermärkten sehr billig zu haben sei, wobei die Bauern unter dem Erzeugerwert bezahlt würden. Die vierte Station war der Haltepunkt am Bildstock "Am Nast" Dort legte Pfarrer Hans-Christian Neiber (evangelisch) ein weißes T-Shirt über die Bank. Es koste im Supermarkt nur wenige Euro. Tatsächlich sei es mehr wert. In Fernost würden die Arbeiterinnen schlecht bezahlt. Er forderte, man müsse gerechte Löhne für die Arbeit zahlen. wo