Eines Nachts hat Dominik einen wunderschönen Traum. Ausgerechnet jetzt klingelt der altmodische Wecker im Schlafzimmer seiner Eltern unverschämt laut. Vor Schreck wacht der Junge auf. Er gräbt in seinem Gedächtnis, doch der Traum ist und bleibt verschwunden. Sehnsüchtig begibt er sich schließlich auf die Suche nach seinem verlorenen Traum. Kann er ihn wiederfinden?

"Ich habe mir überlegt, wie ein Kind an diese Sache herangehen und was es unternehmen würde, um seinen verlorenen Traum wiederzufinden", sagt Ingo Cesaro. Weit über 200 Einzelveröffentlichungen hat der freie Schriftsteller schon getätigt. Sein drittes Kinderbuch "Der verlorene Traum" wendet sich an Jungen und Mädchen im Kindergartenalter beziehungsweise in der Grundschule oder auch an "Erwachsene mit großen Träumen".

Der siebenjährige Dominik unternimmt darin alle möglichen Versuche, um seine verlorene Traumgeschichte wiederzufinden. Suchen lässt ihn Cesaro unter anderem bei einem Traumdeuter, im Fundbüro - schließlich könnte ihn ein Finder dort abgegeben haben - und bei einem Traumfänger im Zirkus, der vor der Stadt seine Zelte aufgeschlagen hat. Vielleicht kann auch ein auf Traumsuche spezialisierter Meisterdetektiv helfen oder die Polizei, wie ihm einige Klassenkameraden raten? Bei seiner Suche erlebt Dominik viele Enttäuschungen; trotzdem schöpft er immer wieder neuen Mut und versucht es immer wieder aufs Neue.

Junge Leser begeistern

Wichtig ist es dem Autor, bei seinen Geschichten gerade auch für die jüngsten Leser weg vom gemeinen Kinderbuch zu kommen. "Ich schreibe beispielsweise niemals linear; auch nicht bei meinen "Kuh Marie-Geschichten", betont der Schriftsteller, der mit seinem leichten und lockeren Schreibstil sein jüngeres Publikum behutsam an ein literarisches Niveau heranführen, sie zum Nachdenken und darüber Sprechen anregen möchte. Von seinem Buch "Der verlorene Traum" geht dann auch - die hinreißenden Illustrationen eingeschlossen - im Gegensatz zum heute überwiegend angebotenen Lesestoff ein fast schon - im besten Sinne - "altmodischer" Charme aus.

Gelungene Illustration

Erschienen ist das Buch "Der verlorene Traum" beim Euphemia-Verlag. Farbenprächtig illustriert wurde dieser von Susanne Ledendecker, die mit diesem Verlag aus Bad Nauheim zusammenarbeitet. Die Illustratorin setzt dabei auf intensive, atmosphärisch dichte Bilder, wobei schon allein das Cover ein Hingucker ist.

Die zauberhafte Mutmach-Geschichte über die Bedeutung von Träumen, die sich sowohl inhaltlich als auch optisch deutlich vom überwiegenden Lesestoff unserer Tage abhebt, ist dabei in der Tat keineswegs "nur" ein äußerst gelungenes Buch für Kinder. "Der verlorene Traum" richtet sich an alle, die hin und wieder selbst Träumer sind und sich über kleine Wunder im Alltag freuen können: Ein kunstvolles poetisches Buch, das die Träume feiert und die Fantasie - herzerwärmend, farbenfroh, wunderschön.