Johannes Schlereth

Normalerweise informiert der Bürgermeister die Einwohner regelmäßig zum Auftakt des neuen Jahres über den Stand der Dinge in den Bürgerversammlungen. Aufgrund der Corona-Pandemie entfielen die Zusammenkünfte heuer allerdings. Und das, obwohl es einiges zu laufenden, abgeschlossenen Bauvorhaben und bevorstehenden Projekten zu sagen gibt.

Ein Großprojekt, das die Kommune im vergangenen Jahr abschloss, war die Sanierung der Mittelschule. Die Eckdaten: vier Jahre Bauzeit und fünf Millionen Euro Kosten. Das Schulgebäude ist jetzt ein zukunftsfähiger, moderner, technisch gut ausgestatteter Ort zum Lernen.

Das sieht auch die Schulleiterin Heidrun von Schoen so: "Die Gemeinde hatte schon immer ein offene Ohr für uns, es war bislang nichts dabei, was wir nicht bekommen haben."

Teil des Umbaus waren Arbeiten an der Dämmung, der Wände und der energetischen Versorgung an der Sporthalle. Zudem ertüchtigte der Markt Burkardroth die komplette Infrastruktur des Schulgebäudes. Auch gibt es nun am Schulstandort Burkardroth eine offene Aula, und der Innenhof lässt sich für Veranstaltungen nutzen. Zudem sind fast alle Decken, Wände und Fußböden erneuert worden, teils gab es neue Möbel. Hand angelegt hat der Markt auch an der Außenanlage. Und: Für das Areal gibt es nun barrierefreie Zugänge. "Die Schule sollte eigentlich noch im vergangenen Jahr eingeweiht werden, aber das hat durch die Pandemie leider nicht geklappt", sagt Bürgermeister Daniel Wehner (CSU).

Neugestaltet sind auch einige Flecken in den Orten. Am Stationsweg in Waldfenster entschärfte die Kommune eine Engstelle. Dafür musste der Markt Burkardroth unter anderem eine alte Scheune abreißen.

Zu tun hatte die Kommune auch zwischen Stangen- und Burkardroth. Dort kamen Freileitungen unter die Erde. "Freileitungen sind störungsanfälliger als Erdkabel, etwa durch Schnee oder Bäume, die in die Leitung fallen", erklärt Michael Bartels, Pressesprecher vom Bayernwerk, die Ursache, warum die Kabel unter die Erde kamen. Die Arbeiten an den Leitungen in der Kommune kommen nach Angaben des Bayernwerks auf etwa 300 000 Euro.

Aus der Luft in die Erde

Noch nicht begonnen haben die Arbeiten an der 20 KV-Freileitung im Stangenrother Gewerbegebiet. Diese war bereits unter Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) in der vergangenen Wahlperiode ein Thema im Gemeinderat. Der ehemalige Rathauschef konstatierte damals, dass die Freileitung dort eine Behinderung für Interessenten sei, schränke sie doch die Baumöglichkeiten ein. Das Bayernwerk rechnete damit, alle Arbeiten am Stromnetz im Herbst beendet zu haben.

Gerhard Zeller, geschäftsleitender Beamter der Kommune, sagt: "Stangenroth ist noch auf der To-Do Liste des Bayernwerks. Sobald das Wetter es zulässt, beginnen auch dort die Arbeiten." Verlegt und in Betrieb sind mittlerweile die Leitungen in Burkardroth über das Baugebiet Weizäcker und der Leitungsast, der über die Strenge Tür nach Stangenroth führt. "Die Freileitungen die dort noch vorhanden sind, sind deaktiviert", sagt Zeller. Und: "Die Masten die noch stehen, baut das Bayernwerk bei passendem Wetter ab."

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