Cindy dötschel Zum dritten Mal infolge gewinnt Karin Ritter (SPD) die Bürgermeisterwahl gegen ihren Herausforderer Siegfried Stubrach (parteilos). Während Ritter die Wahl vor sechs Jahren mit 72,21 Prozent für sich entschied, bekam sie in diesem Jahr 66,18 Prozent der Stimmen. "Ich bin jetzt 66 Jahre und habe 66 Prozent der Stimmen bekommen", scherzt die Bürgermeisterin.

Beim Telefonat wird deutlich, wie sehr sie sich über ihre Wiederwahl freut. Von den 411 Bürgern, die in Reichenbach gewählt haben, haben 272 ihre Stimme für Ritter abgegeben.In den nächsten sechs Jahren möchte sie einige Projekte fertigstellen: "Das Projekt Rennsteigstraße 16 ist bereits am laufen - mit dem Spielplatz haben wir schon angefangen", berichtet Ritter. Das ehemalige Bauernhaus soll zu einer Übernachtzungsmöglichkeit für Radfahrer und Wanderer ausgebaut werden. "Eine Fünf-Sterne-Unterkunft ist nicht geplant,sondern einfach nur eine schöne Übernachtungsmöglichkeit."

Großes Projekt für kleinen Ort

Die Sanierung der ehemaligen Schule mit Turnhalle ist bereits beschlossen, das Projekt wird etwa 3,2 Millionen Euro kosten, was für so einen kleinen Ort nicht so leicht zu stemmen sei.

Weil das Amt des Bürgermeisters in Reichenbach nur ehrenamtlich ausgeführt wird, ist es Karin Ritters Meinung nach schwer, langfristig einen jungen Nachfolger zu finden. "Ich konnte mich mit meinem Chef wegen der Arbeitszeiten arrangieren, das ist aber nicht selbstverständlich", gibt sie zu bedenken, von den jungen Leuten würden nur die wenigsten einen guten Job für ein Ehrenamt aufgeben. Bei der nächsten Kommunalwahl wäre Ritter 72 Jahre alt. Ritters Gegenkandidat Siegfried Stubrach war telefonisch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.