Bernhard Panzer Wenn Hans Bitter, der überaus erfolgreiche Seniorensportler aus Herzogenaurach, eines nicht mochte, dann war es Stillstand. Der mehrfache Weltmeister war stets in Bewegung, und wenn er nicht gerade Rekorde jagte oder dafür trainierte, dann griff er zum Pinsel und malte. Und das tat er seit der Gründung des Kunst- und Kulturvereins auch gerne gemeinsam mit anderen Herzogenauracher Künstlern.

Würde Hans Bitter noch leben, wäre er von einer Entscheidung sicherlich nicht erbaut, die der Verein jetzt treffen musste. In mühevoller Kleinarbeit hatten die Künstler eine Retrospektive über das Wirken von Hans Bitter zusammengestellt, denn Bitter wäre heuer einhundert Jahre alt geworden. Die Ausstellung im Kunst-Raum ist auch bereits eröffnet worden (der FT berichtete) und sollte an den Wochenenden sowie donnerstags gezeigt werden.

Doch daraus wird vorerst nichts - die Vereinsvorstände haben sich entschlossen, die Verkaufsausstellung auszusetzen. Mindestens bis in den Januar hinein.

Der Grund ist so einfach wie schlüssig: Die verschärften Auflagen bezüglich der Corona-Pandemie und die Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern lassen eine Ausstellung nicht zu. Zumindest vorübergehend. Freilich würde man mit dem einen bisherigen Wochenende dem Aufwand und auch dem Anlass nicht gerecht werden. Außerdem ist die Schau ja als Verkaufsausstellung konzipiert gewesen.

Deshalb soll, sofern es die Entwicklung in Sachen Corona ermöglicht, im Januar wieder geöffnet werden. Auch die Versteigerung der restlichen Bilder soll stattfinden, sagt Stellvertretende Vorsitzende Brigitte Graf-Nekola. Eventuell müsse man diese Auktion dann in den Sommer verschieben.

Der Verein weiß natürlich, dass der Verkauf der Bilder wunderbar in die Vorweihnachtszeit gepasst hätte. Man hat sich aber dennoch entschieden, jetzt Pause zu machen. "Wir sollten auch mit gutem Vorbild voran gehen", sagt die Künstlerin.