von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Bad Staffelstein — Lange schon steht das Spital-Gebäude in der Bamberger Straße, unmittelbar neben dem Lauterbach, leer. Nun tut sich etwas: Die Riemer GbR, die seit einiger Zeit Eigentümerin des Baudenkmals ist, hat dem Stadtrat am Dienstag ein Nutzungskonzept präsentiert und zugleich Antrag auf Vorbescheid gestellt. Einstimmig erteilten die Räte, nachdem sie sich ausgiebig über das Projekt informiert hatten, dem Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen.
Konkret plant die Riemer GbR eine Nutzungsänderung für das Gebäude und das angrenzende Areal. Bevor das Haus jedoch umfassend renoviert wird, sollen im Erdgeschoss eine Küche für einen gastronomischen Betrieb sowie ein Toilettentrakt installiert werden.

Kleinkunstbühne und Freisitz

Auf der freien Fläche neben dem Spital-Haus sind ein Biergarten mit teilweise überdachtem Freisitz und eine Bühne für Kleinkunstveranstaltungen vorgesehen. Außerdem sollen im Umgriff des Hauses elf Kfz-Stellplätze - von der Stadt sind nur zehn gefordert - ausgewiesen werden. Ein Antrag auf denkmalpflegerische Erlaubnis wurde mit eingereicht.
Die gedachte Freischankfläche im Garten ist etwa 100 Quadratmeter groß. Die Bühne, die Überdachung und der Freisitz sind hinsichtlich der Gestaltung und der zu verwendenden Baumaterialien so zu wählen, dass sie der städtischen Gestaltungssatzung entsprechen.
Bauamtsleiter Michael Hess erläuterte die Pläne. Die Sanierung des Hauses habe sich als sehr kostenintensiv erwiesen. Deshalb sei nun angedacht, das Gebäude zunächst so zu belassen und es so weit herzurichten, dass es eine gastronomische Nutzung im Außenbereich ermöglicht.
Die Zufahrt zu den elf Stellplätzen soll über eine bereits vorhandene Gasse am Lauterbach entlang, von der Angerstraße aus, erfolgen. Die gepflasterte Zufahrt wurde im Rahmen der Hochwasserfreilegung erstellt, indem das damals an dieser Stelle stehende Zuliani-Haus abgetragen wurde.

Zehn Stellplätze reichen aus

Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) bat darum, den elften Stellplatz zu überdenken. Er sähe es gern, wenn dieser Stellplatz, der direkt an der Sandsteinmauer des Lauterdammes eingeplant ist, nicht ausgewiesen würde. Es wäre schöner, sagte der Bürgermeister, wenn das städtebaulich gelungene Ensemble im Umgriff des Stadtturms frei von parkenden Autos bleiben könnte.
Die Pläne der Riemer GbR fanden im Stadtrat einhellige Zustimmung. Walter Mackert (CSU) freute sich darüber, dass der Stillstand überwunden werde und dass sich an dieser prominenten Stelle etwas tut. Harald Konietzko (SPD) sprach sich ebenfalls lobend aus. Er bat darum, "sensibel mit dem alten Haus umzugehen" und es in seiner Substanz zu erhalten.