Christian Licha Über den aktuellen Sachstand zur geplanten Querungshilfe am Rewe-Markt in der Zeiler Straße in Sand diskutierte der Gemeinderat Sand in seiner jüngsten Sitzung.

Nach Rücksprache mit der Verkehrsbehörde am Landratsamt ist nach der Richtlinie für Querungshilfen eine Frequenz von 70 bis 80 Personen pro Stunde erforderlich. Diese Zahl sei nicht zu erreichen, egal wann gezählt werde, erklärte Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD).

Nach einer längeren Diskussion waren sich die Gemeinderäte einig, dass die bisher angedachte Lösung so nicht weiterverfolgt werden soll, sondern über eine Alternative nachgedacht werden muss. Gemeinderat Bastian Hümmer (SPD) nannte als Beispiel die Brückenstraße in Haßfurt, in der es eine kleine Querungshilfe gibt. Daran will sich jetzt auch die Gemeinde Sand orientieren.

Wasser für den Weinbau

Wegen der wasserrechtlichen Genehmigung für eine Bewässerungsanlage aus dem Gemeindebrunnen in die Weinberge fand kürzlich eine Besprechung mit dem Wasserwirtschaftsamt statt, informierte Bürgermeister Ruß. Bei der Organisation der Bewässerung ergeben sich drei Ebenen: Ebene 1 betrifft das Grundwasser (Baggersee): Zuständigkeit beim Amt bis zur Pumpe. Ebene 2 ist der Brunnen: übernimmt das Wasser als Besitzer, organisiert über Beregnungs-gemeinschaft das Verteilen des Wassers (Beteiligte: Gemeinde, Landwirte, Winzer). Ebene 3: Leitung in die Weinberge (Beteiligte: Winzer). Geklärt werden muss nun, wer zur Wasserentnahme berechtigt ist und für welchen Zweck das Wasser verwendet werden darf. Außerdem ist noch die Frage offen, was mit den Winzern passiert, die sich nicht der Beregnungsgemeinschaft anschließen.

Zur Frage des Brandschutzes äußerte sich der Kreisbrandrat Ralf Dressel in einer E-Mail. Für den Brandschutz der Wälder kann durch die Feuerwehr Wasser entnommen werden, wenn die Wassermenge ausreichend ist und an geeigneten Stellen die Entnahme erfolgen kann. Seitens des Freistaates Bayern werden im Zuge der Feuerwehrförderung keine Löschwasserversorgungseinrichtungen gefördert.

Zum Leitungsverlauf gibt es Forderungen des Landratsamts Haßberge. Die Bereiche Himmelsbühl und Kronberg liegen im Landschaftsschutzgebiet. Für die Durchleitung ist eine naturparkrechtliche Erlaubnis erforderlich. Zur Beurteilung wird eine aussagekräftige Planung zu Lage, Stärke der Leitung sowie Verlegungstiefe benötigt. Geklärt werden muss mit dem Landratsamt auch die Durchleitung durch die Gräben in der Zeller und Knetzgauer Straße. Dazu wurden bisher Bedenken angemeldet. Eine Querschnittsminderung dürfe auf keinen Fall stattfinden, hieß es. Bei der Planung soll eine neue Durchführung angestrebt werden.

In den nächsten Schritten muss nun die Organisation der Beregnungsgemeinschaft geklärt werden: Wer kümmert sich um die Wasserförderung aus dem Brunnen und wer verteilt das Wasser? Außerdem muss eine Bewässerungsgemeinschaft durch die Winzer gegründet werden, die für Planung, Bau und Betreiben einer Bewässerungsanlage zuständig ist. Dann kann ein Förderantrag an die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim gestellt werden.

Bauhof braucht neuen Schlepper

Für den Ersatz des in die Jahre gekommen Schleppers muss ein Ersatzfahrzeug für den Bauhof beschafft werden. Der Gemeinderat beschloss einen Höchstbetrag von 140 000 Euro. Die Auswahl wird nach Prüfung aller Angebote mit Beratung durch die Bauhofmitarbeiter und dem Bauausschuss erfolgen.