Neustadt — Ein Wiederhören mit Benjamin Moser verspricht der Auftakt der Rathauskonzerte im Neustadt. Moser gastiert am Samstag, 10. Januar (20 Uhr) im Rathaussaal. Bereits im April gab Moser sein Debüt bei der Coburger "Gesellschaft der Musikfreunde". Das "Tageblatt" bezeichnete ihn aus diesem Anlass als "Klavierpoet", dem ein beeindruckendes Coburg-Debüt gelungen war. Benjamin Moser ist der Typ eines Pianisten, der sich selbst am wenigsten in den Vordergrund stellt.
Mit Benjamin Moser kommt ein junger Klavierkünstler nach Neustadt, dem Kenner eine große Karriere vorhersagen. Kritiker sind sich einig in ihrer Einschätzung: Dieser junge Pianist ist bei aller Virtuosität kein eitler Selbstdarsteller. Vielmehr versteht er sich stets als Diener der Musik. Moser ist ein Künstler, der weder hyperventilierend-virtuos die Tastatur durchpflügt, noch in einer Art Trancezustand die Gesetze der Langsamkeit erforschen will.

Diener des Notentextes

Der junge Münchner ist vielmehr ein Künstler mit bezwingender Musikalität, ein Diener des Notentextes. Welche Ruhe geht von Moser aus, wenn er Schuberts letzte Sonate (B-Dur) in aller Schlichtheit aufblühen lässt. Der Pianist formuliert beinahe andächtig die einfachen, innigen Melodien. Benjamin Moser spielt auf sehr persönliche Weise an diesem Abend auch "Claire de Lune" von Claude Debussy und "Vier lyrische Stücke" von Edvard Grieg.
Großes Aufsehen in der internationalen Musikwelt hatte Benjamin Moser mit seinem Erfolg als Preisträger des renommierten Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerbs 2007 erlangt.
Zusätzlich erhielt er dort den Preis für die beste Interpretation der Musik Tschaikowskys sowie den Publikumspreis. Im gleichen Jahr gewann Benjamin Moser in New York den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb "Young Concert Artists", sowie acht Sonderpreise. kst