Ihren 95. Geburtstag konnte Maria Parzefall, geb. Lang, in der Breitenbacherstraße 2 bei erstaunlich guter Gesundheit und Lebensfreude im Kreise ihrer Familie feiern.
Maria Parzefall ist eine alteingesessene Breitenbacherin und, als Breitenbach noch eine selbständige Gemeinde war, nach Ebermannstadt (damals sagte man "in die Stadt") zur Schule gegangen . Mit 13 Jahren, nach Beendigung der Schule, kam sie zu ihrem ledigen Onkel Josef Schmitt, der mit seiner Schwester Kunigunde die damalige Mahl- und Sägemühle, die sogenannte Schmittmühle, führte.


Müllerin war ihr Lehrberuf

Dort erlernte sie den für eine Frau seltenen Beruf der Müllerin. Stolz zeigt sie heute noch ihren Gesellenbrief. Nach dem Tod ihres kinderlosen Onkels übernahm sie deren Mühle und betrieb diese gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael, den sie 1946 heiratete, bis zum Ende des Mühlen- und Sägebetriebes in den 50-er und 60-er Jahren.
Zwei Kinder, acht Enkel und acht Urenkel sind der Mittelpunkt der "großartigen Mutter, Oma, Uroma und Schwiegermutter", wie diese überzeugend versicherten. Sehr aktiv und aufgeschlossen ist sie bis zum heutigen Tag noch treue Kirchgängerin, interessiertes Mitglied beim Gartenbauverein, VdK, Bauernverband, KAB, Sportkeglern, Elferrat, Frauenbund und Gymnastikgruppe und nimmt auch bei Veranstaltungen dieser Vereine teil. Bis zu ihrem 90. Geburtstag war sie aktiv in der Tanzgruppe. Sie versorgt sich zum größten Teil noch selbst, ist interessiert am Weltgeschehen durch die tägliche Lektüre der Tageszeitung und besucht regelmäßig die Gottesdienste in der St.-Nikolauskirche.
Und so gratulierten der beliebten Jubilarin Pfarrer Zlatko Kidjemet, stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar und 2. Bürgermeister Sebastian Götz und die Vertreter der Vereine und Gruppen gemeinsam mit Freunden und Nachbarn. HV