Man muss die Musik mögen, die die außergewöhnliche Band "LaBrassBanda" am Donnerstagabend - endlich wieder bei herrlichem Sommerwetter - in den "Schönen Hof" der Plassenburg zauberte. Und die rund 500 vorwiegend jungen Liebhaber der neuen Volksmusik mit Brass, Reggae und Ska-Punk waren nicht nur begeistert, sondern förmlich "Aus dem Häuschen".

"LaBrassBanda" ist eine aus Übersee am Chiemsee stammende Blasmusikgruppe um den Leadsänger und Trompeter Stefan Dettl, zugleich der Leader der Musikgruppe. Sie selbst bezeichnen ihre Musik auch als Bayerischen Gypsy Brass, Funk Brass oder Alpen Jazz Techno.

Barfuß auf der Bühne

"LaBrassBanda" treten grundsätzlich zwar in Lederhosen, aber immer barfuß auf. So auch auf der Bühne im "Schönen Hof" der Plassenburg. Zur aktuellen Besetzung gehören: Trompete und Gesang: Stefan Dettl, Tuba: Stefan Huber, Posaune und Gesang: Manuel Winbeck, Schlagzeug und Gesang: Manuel da Coll, Trompete: Jörg Hartl und Korbinian Weber. Bass: Fabian Jungreithmayr.

Und mit Jörg Hartl hatte auch der Neuenmarkter Franz Roßmeisl, der zusammen mit seiner Ehefrau Simone das Event auf der Plassenburg besuchte, noch vor Jahren aus der gemeinsamen Musikerzeit in der Augsburger Gegend Kontakt.

Franz Roßmeisl, der in der Big-Band Kulmbachs und im Posaunenchor Neuenmarkt die Trompete spielt, hatte für mitunter furiosen Auftritt von LaBrassBanda nur Lob: "Jörg Hartl ist ein fantastischer Trompeter, er spielt irre gut. Es sind alles Berufsmusiker und tolle Typen. Sie haben die Gabe dazu, tolle Musik zu machen und sie haben uns heute den Abend wirklich genießen lassen."

Was Franz Roßmeisl aber auch für wichtig hielt: "Man muss allen, die freiberuflich arbeiten und die Pandemiezeit überstanden haben, größten Respekt zollen. Das haben wir in den letzten eineinhalb Jahren oftmals vergessen, dass es diejenigen sind, die eigentlich für das Kulturleben notwendig und das Salz in der Suppe sind", erklärte er am Abend des Open-Airs.