Mit ansehnlichen „Kurzberichten“ gab Bürgermeister Sascha Günther ( CSU ) während der jüngsten Gemeinderatssitzung tiefen Einblick in die laufenden Projekte.

Die im Zuge der Dorferneuerung geplanten Maßnahmen waren bereits am Vortag auf den Parkplatz der Laimbachtalhalle bis zur Bushaltestelle und den Kellereingängen am „Damla“ aufgesprüht und aufgezeichnet worden, um von deren zukünftigen Dimensionen eine bessere Vorstellung zu erhalten. Tätig waren als Vertreter der Teilnehmergemeinschaft (TG) Pius Schmelzer und Christian Gemeinhardt, Klaus Tröppner (Mitarbeiter des Amtes für Ländliche Entwicklung .) sowie Dritter Bürgermeister Tobias Ebert und Wegbaumeister Manfred Ellner. Gleichzeitig waren vor dem Halleneingang drei Musterflächen aus Betonformsteinen mit farbechter Natursteinkörnung ausgelegt worden, aus welchen der endgültige Pflasterbelag gewählt werden kann.

Im Zuge des Kindergarten-Neubaus wurde während eines Ortstermins die Planung der Gartenanlage geschlossen.

Gedenkstein an Absturzstelle?

Am Naturlehrpfad in Mauschendorf wurde ein Treffen abgehalten, um die Setzung eines Gedenksteins an der Absturzstelle des britischen Militärflugzeugs zu diskutieren. Zum Hintergrund: Während der Nacht zum 31. März 1944 waren insgesamt drei Maschinen der Royal Air Force von deutschen Nachtjägern abgeschossen worden, wobei die Crew des bei Mauschendorf abgestürzten Fliegers aus einer kanadischen Besatzung bestand. Nach den neuesten Forschungen von Anton Schmidt fanden drei der sieben Besatzungsmitglieder dort den Tod.

Geklärt wurde jetzt auch die bereits im Oktober 2020 und in der vergangenen Sitzung von Bürgermeister Sascha Günther gemachte Aussage, „dass es bei dem Feuerwehrneubau Einsparungen gegeben habe“. Diese bezogen sich auf die Kostenkalkulation des planenden Architekten. Allerdings waren zum damaligen Zeitpunkt weitere Investitionen, viele nötige und in der Kalkulation unberücksichtigte Kosten nicht in die Gesamtberechnung aufgenommen. In Zahlen bedeutet das: Von den Planungskosten in Höhe von 725 000 Euro wurden 718 000 Euro ausgegeben. Die zusätzlich anfallenden Kosten beliefen sich ungefähr auf weitere 200 000 Euro.

Laut Mitteilung des Landratsamtes Bamberg war zunächst für die Kirchweih nur der Betrieb einer Süßigkeitenbude zulässig. Falls es Lockerungen erlauben würden, möchte die Schaustellerfamilie Fischer so viele Attraktionen wie möglich, auch einen Autoscooter, aufstellen. Für den Strom müsse der Betreiber aufkommen, eine Platzmiete werde diesmal nicht verlangt. Die Aufstellung des Kirchweihbaums soll bereits am Vortag (Donnerstag) von Bauhof und Feuerwehr erfolgen, wobei der Ortskulturring (OKR) Bratwürste „to go“ und Sitzflächen im Außenbereich der Halle anbieten wolle.

Bedenken finden kein Gehör

Im Zusammenhang mit der Änderung des Bebauungsplanes „Ortenleite“ waren von den Anliegern insofern Bedenken eingereicht worden, dass man aufgrund der Gleichberechtigung aller Grundstückseigentümer in diesem Baugebiet die dort auftretenden Erschließungs- und Straßenbaukosten aufgeteilt sehen wollte. Da jedoch der Bebauungsplan festsetzt, dass die Zufahrt über den Grubenweg erschlossen und eine Zufahrt zu der angrenzenden Wendeanlage verhindert werde, wurden die Bedenken mit 8:1 Stimme abgelehnt.

Als schwer vermittelbar entpuppte sich die 3.900 m² große Mischgebietsfläche im Baugebiet „Sonnenleite“. Den einen war sie zu groß, die anderen wollten den festgesetzten Kaufpreis nicht bezahlen, so berichtete das Gemeindeoberhaupt. Sein Vorschlag lautete daher, die Fläche in weitere fünf Bauplätze aufzuteilen, von denen vier durch eine Stichstraße erschlossen werden könnten. Bauplätze in Gerach selbst wären sehr beliebt, da wöchentlich Anfragen an die Gemeinde gestellt würden. Erforderlich wäre allerdings eine Änderung des Bebauungsplanes „Am Reckendorfer Weg“, da eine Umnutzung vom Mischgebiet zu einem Wohngebiet erfolgen müsste. Dieser Vorschlag wurde vom Gremium einstimmig angenommen.