stephan Herbert Fuchs

Sven Bachmann aus Sassendorf (Gemeinde Zapfendorf) geht für die oberfränkische FDP als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl . Der 46 Jahre alte Industriemeister setzte sich beim virtuellen Bezirksparteitag am Sonntag gegen den bisherigen Bundestagsabgeordneten Thomas Hacker aus Bayreuth in einer Stichwahl knapp mit 17 zu 16 Stimmen durch. Hacker unterlag anschließend auch bei der Stichwahl um Platz 2.

Hier konnte sich der Kulmbacher Bewerber Claus Ehrhardt mit 19 zu 15 Stimmen durchsetzen. Der Diplomkaufmann war Kandidat der FDP bei Stadtrats- und Kreistagswahl.

Nun muss sich Hacker mit Platz 3 der oberfränkischen FDP-Liste zufriedengeben. Auf Platz 4 landete der Wunsiedler Kandidat Gabriel Wölfel, Platz 5 nimmt der Coburger Jens-Uwe Peter ein. Die Reihung der oberfränkischen Bundestagskandidaten ist Grundlage für die Reihung der landesweiten Liste. Die FDP-Landesvertreterversammlung findet am 24. April als Hybridveranstaltung statt.

" Oberfranken muss eine starke FDP-Region werden", forderte Spitzenkandidat Bachmann in seiner Vorstellung. Als Industriemeister beim Automobilzulieferer Bosch in Bamberg gehe er mit einer ausgeprägten Wirtschaftskompetenz in Richtung Bundestag . Als seine wichtigsten Themen nannte er Bildung und Digitalisierung sowie Pflege und Gesundheit. Darüber hinaus will sich Bachmann für Technologieoffenheit bezüglich neuer Energien einsetzen. Es könne nicht angehen, dass man einfach nur die Verbrenner von der Straße weg haben möchte.

Bei der Reihung der fünf oberfränkischen Bundestagskandidaten hatten sämtliche Redner nicht mit Kritik an der Bundesregierung und an der bayerischen Staatsregierung gespart. Die Menschen benötigten wieder klare Perspektiven, sagte der Bezirksvorsitzende, Thomas Nagel aus Kulmbach. Schnelleres Impfen sah Nagel als Chance, um Oberfranken langsam wieder hochfahren zu können.

Scharfe Kritik an der CSU wegen der Maskenaffäre übte der Aschaffenburger Bundestagsabgeordnete und unterfränkische FDP-Bezirksvorsitzende Karsten Klein .