Der neugewählte Vorstand des CSU-Ortsverbandes Berg trat zu seiner ersten digitalen Vorstandssitzung zusammen.

Thomas Lehmann übernimmt den mit über 160 Mitgliedern stärksten Verband innerhalb der Bamberger CSU von Stadträtin Anne Rudel, die nicht mehr kandidiert hatte. Als Stellvertreter stehen ihm in den kommenden zwei Jahren der Gastronom Ambros Michael Mahr, der Kaufmann Ismail Gök und der Student Jan Pfadenhauer zur Seite. Damit hat sich die CSU im Berggebiet für einen entschlossenen Modernisierungskurs entschieden, um die Niederlage aus der Kommunalwahl im vergangenen Jahr bestmöglich aufzuarbeiten. Keiner der vier Teammitglieder ist seit mehr als vier Jahre in der Bamberger CSU dabei.

Darüber hinaus bleiben dem erweiterten Vorstand auch erfahrene Köpfe, wie der zum Ehrenvorsitzenden gewählte Manfred Drescher und der Architekt Heinz Rosenberg, erhalten. Hinzu kommt als einer der Beisitzer der stellvertretende Vorsitzende des Schwimmvereins SVB, Stefan Auxel, und die Vorsitzende des Bürgervereins in Wildensorg, Monika Hoh, die beide die Bedeutung der lokalen Vereine für die politische Arbeit in Bamberg betonen.

Thomas Lehmann sieht im Bundestagswahlkampf für alle politischen Bewerber die entscheidende Herausforderung dieses Jahres. "Wir müssen unsere Positionen noch stärker auf digitalem Weg verbreiten. Nur so können wir als CSU trotz der immer noch gebotenen sozialen Distanz mit den Menschen direkt in Kontakt zu treten. Dennoch können soziale Netzwerke und Online-Angebote natürlich niemals den persönlichen Kontakt mit den Bürgern vor Ort ersetzen. Das wird uns bei dieser Wahl sehr fehlen."

Der neugewählte Digitalbeauftragte, Kilian Lieb, sieht aber auch Chancen in den veränderten Umständen. Gerade digitale Meinungserhebungen und Online Angebote böten die Chance, mit deutlich mehr Wählern in Kontakt zu treten, als das bei konventionellen Veranstaltungen der Fall sei. So könne man sich als politischer Akteur ein repräsentativeres Bild davon machen, was den Menschen auf dem Herzen liegt. "Die Hemmschwelle, zu einer politischen Versammlung zu gehen, ist um ein Vielfaches höher, als sich mit wenigen Klicks online zu beteiligen."

Einig ist man sich, dass die Bundestagswahl 2021 noch stark von der Pandemie geprägt sein wird und es an einem starken Engagement der Parteien liegt, zu verhindern, dass sich die notwendigen Einschränkungen des Alltages negativ auf die politische Teilhabe in der Gesellschaft auswirken. red