In der jüngsten Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses unter der Leitung von Landrat Johan Kalb ( CSU ) stellte Michael Dotterweich vom kreiseigenen Tiefbau den ersten Entwurf für das Ausbauprogramm der Kreisstraßen von 2021 bis 2023 vor.

Der Landrat erinnerte daran, dass man mit dem Alltagsradwegeverkehrskonzept einen Schwerpunkt beim Radwegebau setzt. So soll bei Straßenbaumaßnahmen auch immer Radwegebau vorgesehen werden. Doch scheitert das manchmal am notwendigen Grunderwerb. Das Kreisstraßennetz besteht aktuell aus 295 Kilometern Streckenlänge – davon sind 56 Kilometer Ortsdurchfahrten, 51 Kilometer straßenbegleitende Geh- und Radwege , 149 Ingenieurbauwerken ( Brücken und Stützmauern) und fünf Bahnübergängen.

Manche Straßen müssen auch komplett neu gebaut werden. Geplant sind in den nächsten zehn Jahren 57 Maßnahmen mit einem Kostenvolumen in Höhe von rund 78 Millionen Euro. Davon entfallen 35 Maßnahmen auf den Straßenbau mit rund 39,4 Kilometern und Kosten von rund 56 Millionen Euro. Dabei geht es um den Neubau von Straßen, den Ausbau und die Oberbauverstärkung auf der freien Strecke und den Ausbau von Ortsdurchfahrten. Vorgesehen ist dies in der Lichteneiche, Gundelsheim, Kirchschletten, Hohenpölz, Frankendorf, Schmerldorf, Oberweiler, Gräfenhäusling, Treppendorf, Oberhaid, Untersteinach, Küstersgreuth, Wattendorf, Oberngrub, Reckendorf und Reichmannsdorf. Als kostenintensivste Maßnahmen gelten die Ausbauten der Kreisstraßen 25 von Amlingstadt nach Hirschaid (6,4 Millionen Euro) und von Appendorf nach Oberhaid (7,4 Millionen Euro). Bei den Brückenbauten sind dies die Projekte an der Kreisstraße BA 24 zwischen Sambach und Wind und an der Kreisstraße BA 40 zwischen Hilkersdorf und Mürsbach mit jeweils drei Millionen Euro. Sieben der 14 Radwegeprojekte sind mit mehr als einer Million Euro in dem Ausbauprogramm enthalten. Grundlage für die Aufnahme einzelner Maßnahmen sind die Verkehrsbedeutung, der bauliche Zustand, die Verkehrssicherheit , das Unfallgeschehen und Maßnahmen Dritter. Das sind insbesondere Dorferneuerungen oder Maßnahmen der Bahn. Ebenso werden das Alltagsradverkehrskonzept des Landkreises und das Verkehrssicherheitsprogramm 2030 des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr berücksichtigt. Deckenbau- und Unterhaltsmaßnahmen und Bauwerkssanierungen sind nicht im Ausbauprogramm enthalten. Im mittlerweile abgeschlossenen Ausbauprogramm 2012 bis 2021 wurden 79 Einzelmaßnahmen mit einer Investitionssumme von 73 Millionen durchgeführt. An Zuwendungen hat der Kreis dafür 37 Millionen Euro erhalten.