Das besondere Glück, die "Eiserne Hochzeit" zu feiern, wird nur wenigen zuteil - war in den Glückwünschen aus Berlin zu lesen. Aus denen von Bundespräsident Joachim Gauck. Dieses besondere Glück haben Anna und Franz Hack aus Weilersbach.
Auch Grüße aus München flatterten in die Weißenbacherstraße: die von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Vor 65 Jahren haben sich Anna und Franz Hack in Alt-St. Anna vor Pfarrer Franz Häffner das "Ja-Wort" gegeben. Fortan meisterten sie ihr Leben gemeinsam mit viel Zuversicht.
Die vielen Jahrzehnte sind den beiden viel zu schnell vergangen. Es war nach dem Weltkrieg, Franz Hack war noch nicht lange aus der Gefangenschaft heimgekommen, als sich der Landwirtssohn aus Weilersbach und die Landwirtstochter Anna Kern aus Oberehrenbach bei einem Verwandtschaftstreffen in Weilersbach kennenlernten. Mit dem Fahrrad fuhr der Franz dann immer nach Oberehrenbach zu seiner Anna. "Eigentlich wollten wir im Herbst heiraten, doch wegen einer ausgebrochenen Rinderseuche hatte sich die Hochzeit verschoben. Im Advent wurde ja früher nicht geheiratet. Also musste der Franz damals noch einige Wochen nach Oberehrenbach radeln", erzählte Anna.
Die Hochzeitsglocken läuteten dann an Silvester 1951. Gemeinsam bewirtschafteten sie das landwirtschaftliche elterliche Anwesen von Franz Hack, der nebenher noch arbeitete, zuletzt bei der Spedition Pohl in Forchheim. Die Hacks bekamen drei Kinder: Irmgard, Josef und Theo. Enkel und Urenkel kamen dazu. Zu Tochter Irmgard und Sohn Theo, die mit ihren Familien auswärts wohnen, haben sie eine herzliche Verbindung und bei Sohn Josef, Schwiegertochter Gabi und Enkelin Martina fühlen sich der heute 90-jährige Franz und seine 88-jährige Anna rundum wohl.