Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) ließ zu Beginn der Sitzung kurz die vergangenen sechs Jahre Revue passieren und erinnerte unter anderem an das Projekt "BürgerNet Buttenheim", an die Anstrengungen im Bereich der Kinderbetreuung mit dem Waldkindergarten und der Integrativen Kindertagesstätte, an den Bau des Gesundheitszentrums und des neuen Rathauses, den Wegebau, an das neue Baugebiet "Platte" in Gunzendorf und an die 900-Jahr-Feier 2018.

Ein wichtiges Thema war auch in dieser Zeit die bauliche Weiterentwicklung der Kommune. Dabei war man sich immer einig, so Karmann, der Innenentwicklung bzw. der Nachverdichtung Priorität einzuräumen. Ein integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) wurde erarbeitet, um die mögliche Entwicklung Buttenheims in den nächsten 25 Jahren zu organisieren.

"Halb- und Unwahrheiten"

Doch die Nachfrage nach bezahlbarem Bauland für Buttenheim ist ungebrochen. So ist bereits der Bebauungsplan "Bamberger Weg" auf den Weg gebracht worden. Es sollen auf einer Fläche von 6,5 Hektar 70 bis 75 Baurechte entstehen. Einzelne Häuser, Häusergruppen, Mehrparteienhäuser und Möglichkeiten für den sozialen Wohnungsbau sind geplant. Im Vorfeld der Kommunalwahlen wurde von Bündnis 90/Die Grünen der Flächenverbrauch in Buttenheim im Zusammenhang mit der geplanten Umgehungsstraße angeprangert.

Aus drei verschiedenen Planungsvarianten war in einem Flugblatt die Variante herausgegriffen worden, die den größten Flächenverbrauch beinhaltet hätte. Der Bürgermeister sprach in diesem Kontext von "Halb- und Unwahrheiten", insbesondere wollte er die damit einhergehende Behauptung "Buttenheim als Paradebeispiel für den Flächenfraß in Bayern" nicht stehen lassen und legte entsprechende Zahlen und Fakten hinsichtlich der Siedlungsentwicklung vor.

Engagement gewürdigt

Zehn der 16 Buttenheimer Marktgemeinderäte werden dem neuen Gremium nicht mehr angehören. Sie wurden mit Urkunden, einem Gruppenfoto aus Vor-Corona-Zeiten, Allianz-Gutscheinen und einer Flasche Wein beziehungsweise Blumenstrauß herzlich, wenn auch mit dem nötigen Sicherheitsabstand, verabschiedet.

Verabschiedung wird nachgeholt

So gehörten Heinrich Breitfelder (Wählergemeinschaft Dreuschendorf) und Ottmar Brütting (BüBl) dem Gremium 24 Jahre lang an. Sein besonderer Dank galt seinen Stellvertretern Erich Werner (CSU) und Ottmar Brütting, die "viele Probleme schon im Vorfeld gelöst haben".

Die konstituierende Sitzung des neuen Marktgemeinderats wird voraussichtlich am Mittwoch, den 13. Mai, um 19.00 Uhr, im Sportheim des FSV Phönix Buttenheim stattfinden. In diesem Jahr werden wohl keine Kirchweihen und auch kein Fest anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Levi-Strauss-Museums stattfinden, kündigte Karmann an. Unklar sei auch, wie das Sommerferienprogramm aussehen wird.