Sand — "Wir wollen der Stachel im Fleisch sein, der auch mal weh tut", unter diesem Motto will Julian Müller als Vorsitzender des neu gegründeten Ortsverbandes der Jungen Union in Sand alte Strukturen aufbrechen. Bei der Gründungsversammlung am Freitag im Hotel Goger wurde der Gemeinderat und Zweite Bürgermeister der Korbmachergemeinde einstimmig an die Spitze des Ortsverbandes gewählt. Seine beiden gleichberechtigten Stellvertreter sind Sebastian Gocker und Elisabeth Goger. Rene Mühlfelder als Schatzmeister, Patrik-Kevin Mahr als Schriftführer sowie die Beisitzer Hannes Wittig, Isa Wagner und Marcel Schmitt komplettieren die Vorstandschaft.

Zehn Gründungsmitglieder

"Wir haben zehn Gründungsmitgliedern alleine in Sand. Andere politische Jugendorganisationen gründen damit einen Kreisverband", zeigte sich Julian Müller stolz auf die Anzahl der politisch interessierten jungen Leute in seiner Heimatgemeinde.

Nichtsdestotrotz sind natürlich jederzeit weitere Neumitglieder herzlich willkommen, so Müller, der mit seiner Mannschaft die Kommunalpolitik aktiv mitgestalten will.

Mit ihrer Anwesenheit unterstützten Staatsministerin und stellvertretende CSU-Landesvorsitzende Dorothee Bär, JU-Landesvorsitzender Christian Doleschal, Landrat Wilhelm Schneider und CSU-Ortsvorsitzender Gerhard Zösch das Vorhaben des Nachwuchses. Bär erzählte aus ihrer eigenen Laufbahn bei der Jungen Union, die sie im Alter von 14 Jahren als Schriftführerin ihres Ortsverbandes begann und schließlich bis zur stellvertretenden JU-Bundesvorsitzenden aufstieg. Das Engagement der Jungen sei wichtig, aber es müsse auch sinnvoll sein. "Demonstriert nicht gegen die Maskenpflicht, sondern lieber für eine flächendeckende komplette Digitalisierung unserer Schulen", sagte die Bundestagsabgeordnete.

"Wir brauchen Leute, die unsere Demokratie verteidigen", sagte auch Landrat Wilhelm Schneider. Auch sei durch die Netzwerkbildung und die Beteiligung an der Kommunalpolitik vieles möglich, so der Landrat.

Weiterhin erklärte Schneider, dass es derzeit auch Überlegungen gebe, eventuell ein Jugendparlament auf Kreisebene einzurichten, so dass die Jugend ein neues Sprachrohr bekomme. Ihre Glückwünsche zur Neugründung überbrachten auch JU-Kreisvorsitzende Steffi Hümpfner und die stellvertretende JU-Bezirksvorsitzende Isabell Rott.