von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Adelsdorf — Der alte Adelsdorfer Schulsportplatz wird ein Wohngebiet. Damit fehlt der Schule eine 100-Meter-Bahn. Sie soll im Süden der großen Außenanlagen der Schule entstehen. Dabei sollten auch der angrenzende Bolzplatz und die Weitsprunganlage erneuert werden. Eine Kostenschätzung durch eine Fachfirma ging von Kosten zwischen 285 000 und 345 000 Euro aus.
Nun sind genauere Kosten bekannt. Demnach kostet die 100-Meter-Bahn 82 000 Euro, die Weitsprunganlage 22 000 Euro und die Sanierung des Allwetterplatzes 124 000 Euro. Bei diesem Gesamtpaket wäre eine Förderung möglich, sie läge bei 48 000 Euro. "Dann muss aber alles vergeben werden; der Bauhof darf nichts selber machen", erläuterte dazu Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). Eine zweite Alternative ist es, nur Sprintstrecke und Sprunganlage zu erneuern. Das kostet etwa 104 000 Euro, ist aber nicht zuschussfähig.
Der Platz kommt so teuer, weil anstelle von Asphalt ein Gummibelag eingebaut würde. "Die Schule nutzt den Platz überwiegend als Verkehrsübungsplatz", ergänzte dazu Fischkal. Hans Mönius (CSU) wollte den Platz gesperrt wissen, da er für Sport im jetzigen Zustand ungeeignet sei. "Wir müssen in den nächsten Jahren sehr, sehr viel Geld in die Hand nehmen. Da müssen wir bei wenig Genutztem sparen", tendierte er zu der kleineren Alternative.
Fischkal schlug vor, die zwei Fußballtore auf den Rasen nebenan zu verlegen, damit die Buben dort in der Pause spielen könnten. Jörg Bubel trauerte dem alten Schulsportplatz nach. Die Sanierung der dortigen Laufstrecke hätte nur 185 000 Euro gekostet. Er wunderte sich, dass erst jetzt von Förderung die Rede sei. Diese Retrospektive wehrte Fischkal mit dem Hinweis auf den Bürgerentscheid zugunsten der Veräußerung ab.
Gerhard Stingl (CSU) und Marion Bierlein (FW) brachten die Diskussion auf den wichtigsten Punkt zurück: Ein Gummibelag ist unnütz, wenn die Fläche als Verkehrsübungsplatz genutzt wird. Bis auf Bubel entschied sich der Rat dann auch für die Alternative zwei. Die Summe wird in den Haushalt 2016 eingestellt.  Seiten 11 und 12