Wie bei den meisten Vereinen kam auch beim TSV Thurnau das sportliche und gesellschaftliche Geschehen mit Beginn der Corona-Pandemie nahezu vollständig zum Erliegen. Viele Angebote im Breitensport, vor allem in der Halle, mussten ausgesetzt werden. Darunter fiel beim TSV auch der große Funlauf für Firmen, Familien und Vereine, der im Juli anstatt des Seefests stattfinden sollte.

Doch so ganz auf die faule Haut legen wollte man sich nicht. Und so tüftelten die Verantwortlichen nach dem Motto "Not macht erfinderisch" einen Plan aus, wie man auch in Corona-Zeiten den sportlich Interessierten ein Angebot mit Wettbewerbscharakter unterbreiten könnte. Das Ergebnis war eine Laufchallenge für Jedermann.

Neun Tage lang konnten die Einzelpersonen, Familien sowie Vereine Kilometer sammeln: zu Fuß, auf Inlinern oder im Fahrradsattel. Die erlaufenden oder erstrampelten Strecken wurden nach einem festgelegten Schlüssel addiert - und schon konnte es losgehen. Mehr als 3000 Kilometer kamen am Ende zusammen. Die Tagesleistungen mussten Vorsitzendem Roland Härtel bis 22 Uhr digital zugeschickt werden. Nach einigen coronabedingten Verlegungen konnte kürzlich die Siegerehrung nachgeholt werden - in kleinem Rahmen und mit Abstand.

54 ehrgeizige Teilnehmer

Roland Härtel bedankte sich bei den Sponsoren, die es ermöglichten, dass alle 54 ehrgeizigen Teilnehmer einen Preis entgegennehmen durften. Er nannte hier die Kreisverbände von Bayerischem Landes-Sportverband und Bayerischer Sportjugend, die VinoDega, die Raiffeisenbank Thurnauer Land und die Marktgemeinde. Aufgrund der guten Resonanz und des Lobes der Teilnehmer soll es 2021 eine Neuauflage geben. Dann hofft man beim TSV Thurnau allerdings, dass die Krise vorbei ist und man den Wettbewerb kompakt an einem Tag oder Wochenende mit vielen Startern und auch Zuschauern durchführen kann. Dietmar Hofmann