Hitze, Trockenheit und Waldbrände in ganz Deutschland, Unwetter und Stürme im Landkreis im Juli und September: Die Wetterküche bot im vergangenen Jahr alles Mögliche. Die Gemeinde Kirchehrenbach am Fuße des Walberla wurde glücklicherweise immer nur gestreift, für die Feuerwehr hatte das Wetter keine großen Auswirkungen. Dennoch gab es mehr Einsätze als 2017.

Bei der Dienstversammlung blickten die Aktiven auf 6619 Einsatzstunden zurück. "Ihr habt mir einmal mehr gezeigt, wie stolz man auf so ein Team sein muss. Trotz der zahlreichen Einsätze sind alle wohlbehalten wieder nach Hause gekommen", sparte Bürgermeisterin Anja Gebhardt nicht mit Lob. Die Gemeinde könne nur die Finanzmittel zur Verfügung stellen. Durch ihren regelmäßigen Austausch mit den Kommandanten sei sie immer auf dem Laufenden, sagte Anja Gebhardt.

Zahl der Aktiven konstant

Die Zahl der Aktiven blieb mit insgesamt 54 Frauen und Männern stabil. Hinzu kommen 18 Kinder und Jugendliche.

Kommandant Sebastian Müller erinnerte an viele große und kleine Höhepunkte. Herausragend sei die 140-Jahr-Feier gewesen, die mit dem 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr verbunden gewesen sei. Müller blickte auch auf eine Fülle von Aus- und Fortbildungsterminen. Das Training für den Ernstfall habe allein über 2000 Stunden umfasst. "Und das alles ehrenamtlich - irgendwo zwischen Beruf und Familie. Da kann man als Leiter nur unheimlich stolz sein", sagte der Kommandant. Bei zwei der insgesamt 45 Einsätze hätten die Kirchehrenbacher Menschenleben gerettet.

Ein "normales" Jahr haben die Feuerwehr-Wichtel, die Sechs- bis Elfjährigen, hinter sich. Leiterin Maria Müller informierte über 15 Treffen, einen gemeinsamen Ausflug mit der Jugendfeuerwehr, das Minigolfspielen und die Beteiligung am lebendigen Adventskalender. Ein Schwerpunkt heuer solle die Anwerbung neuer "Wichtel" sein. Auch werde man sich erneut am Ferienprogramm beteiligen.

Bei den offiziellen Vereidigungen durften Hannah Eismann, Vanessa Gebhard, Manuel Gebhardt, Johannes Götz, Sebastian Götze und Frank Kowalik nach vorne treten. Die "Spätberufenen" hatten im vergangenen Jahr erfolgreich die Grundausbildung beendet. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Michael Götz und Alexander Sponsel befördert.

Für die Vollendung von runden Dienstzeiten erhielten Anna Maria Pauli und Anna Schnitzerlein (zehn Jahre) sowie Christian Lochner (30) das Dienstaltersabzeichen und ein kleines Geschenk.

Eine besondere Ehre wurde Günter Anderl zuteil: Kreisbrandrat Oliver Flake verlieh ihm auf Antrag des Kommandanten das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbands Forchheim.

Neun Jahre in Verantwortung

Seit 45 Jahren ist Anderl Feuerwehrdienstleistender, war unter anderem sechs Jahre lang Kommandant und drei Jahre Stellvertreter. Überaus engagiert ist er nach wie vor als Ausbilder in allen Bereichen. Flake würdigte den Einsatz für Gemeinde und Bürger.

Gleichzeitig sprach der Kreisbrandrat den Kirchehrenbachern Dank für das Engagement im Hinblick auf die ersten zwölf Monate bei der Unterstützung des Katastrophenschutzes mit dem Gerätewagen Logistik aus. Auch die interkommunale Zusammenarbeit lobte er.

Dem schloss sich der THW-Ortsbeauftragte Thomas Albert an. red