Die Aufstellung des Bebauungsplans "Aischtalring" war ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses in Adelsdorf. Matthias Rühl vom Büro Stadt und Land in Neustadt erläuterte dem Gremium den momentanen Stand. "Die artenschutzrechtliche Prüfung hat ergeben, dass sich drei Feldlerchenpaare auf dem Gebiet und ein viertes Paar im Anschluss daran aufhalten. Es muss eine Ausgleichsfläche von 8000 Quadratmetern geschaffen werden." Um dem Schallschutz Rechnung zu tragen, sollen laut Rühl zur Medbacher Straße hin Garagen als Lärmschutzwall errichtet werden.

Geplant sind auf einer Gesamtfläche von 30 800 Quadratmetern vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 32 Wohneinheiten sowie rund 30 Baugrundstücke mit einer Größe von 550 bis 800 Quadratmetern. Ein Baum pro Grundstück soll Pflicht sein, zudem soll der Gartenzaun bzw. die Gartenmauer so gestaltet werden, dass Kleintiere wie Igel sich durch das komplette Gelände bewegen können. Die Zugangsstraße wird laut Rühl mit einer Breite von 5,50 Metern geplant sowie einem 1,50 Meter breiten Gehweg, die Nebenstraße, eine Tempo-30-Zone, ist ohne Gehweg vorgesehen und ebenfalls 5,50 Meter breit.

Norbert Lamm (SPD) bemängelte die Breite der Nebenstraße, da er befürchtet, dass bei auf der Straße parkenden Autos Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nicht mehr durchkommen könnten. "Die Parkplätze sind nicht auf der Straße, sondern daneben geplant", erwiderte Rühl, was Lamm nicht wirklich beruhigte, da der Parkbereich nicht durchgängig sein wird. Auch sind es seiner Meinung nach zu wenig Parkplätze. Das Gremium billigte sowohl den Bebauungsplan als auch die Auslegung letztlich einstimmig.