112 Züchter aus Deutschland, Dänemark, Frankreich und Tchechien stellten ihre Tiere bei der deutschlandweit größten Luchstaubenschau in Neudrossenfeld aus. Auf über 1000 Quadratmetern präsentierten sie 1117 Tiere.

Die Luchstaube ist weit verbreitet im Land, sie kann bis zu einem Kilo schwer werden. Es gibt sie in den vier Farben blau, schwarz, rot und gelb sowie in vier Varianten, die sich zu einem prächtigen Bild formten. Wenn die Crème de la Crème der Luchstaubenzucht ausstellt, sticht neben der Quantität vor allem die Qualität ins Auge. Und die konnte sich sehen lassen, wie die 17 Preisrichter bestätigten. Insgesamt 32 Mal vergaben sie die Höchnote "vorzüglich". Daneben wurden viele Ehrenbänder sowie Gedächtnis- und Förderpreise vergeben.

Bei so viel Konkurrenz hatten es die heimischen Züchter schwer, sich unter die Besten zu mischen. Ein "vorzüglich" gab es für sie nicht, aber sie machten mit guten Zuchtergebnissen dennoch von sich reden. Zu ihnen gehörten Horst Hartmann aus Lindau bei Trebgast, Gerhard Pfeiffer aus Burghaig, Martin Metzner aus Weismain sowie Stephan Müllinger und Rudi Spanner aus Fichtelberg.

Über die Züchterhochburg Neudrossenfeld freute sich wieder einmal Landrat Klaus Peter Söllner, solche Schauen seien auch ein Wirtschaftsfaktor, weil viele auswärtige Gäste in der Umgebung übernachten würden. "Wir vom Landkreis pflegen ein enges Verhältnis zu den Züchtern", aus Veterinärsicht gebe es nie Probleme.

Bürgermeister Harald Hübner zeigte sich stolz darüber, wie ein lokaler Verein die Voraussetzungen für diese Schau stemmte: "Harald Kull leistet mit seinen Leuten Außerordentliches." Darauf meinte dieser: "Ich tue das gerne, da wird ja auch die Gemeinde etwas bekannter."

Schirmherr Hübner überreichte einen Scheck für die Jugendarbeit.

Zahlreiche Taubenexperten drückten ihre Bewunderung für den Standort Neudrossenfeld aus, der ideal in Deutschland liege, zudem biete die Halle großzügig Platz, da könnten sich die Tiere wohlfühlen.

Solche Voraussetzungen mit dem tollen Parkplatzangebot würde man woanders selten finden, hieß es.

Stephanie Becker vom Bezirksverband rief den Nachwuchs auf, sich diesem Hobby zu widmen, da würden Freundschaften entstehen und der verantwortungsvolle Umgang mit Tieren gelernt. Horst Wunner