Von A wie Alpaka bis Z wie Zwergziege reicht das tierische Angebot im Wildpark Hundhauten, einer der bestbesuchten Wildparks in Deutschland. Das behauptete Landrat Hermann Ulm (CSU), der eine 20-prozentige Steigerung der Besucherzahlen in den vergangenen drei Jahren vermeldete. Im Vorjahr wurden 125 000 Gäste im Wildpark gezählt. In den ersten sechs Wochen dieses Jahres kamen 120 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr.
Am Karfreitag, 25. März, startet der Wildpark mit einer Greifvogelschau (ab 14 Uhr) in die neue Saison. Bereits ab 11 Uhr können sich Kinder Tier-Glitzertattoos auf die Haut kleben lassen. Am Karsamstag gibt es neben den Tier-Abziehbildern um 14 Uhr eine Wildfütterung und an Ostern (Sonntag und Montag) noch einmal eine Greifvogelschau. Für die Kinder sind im Park Ostereier versteckt, die sie am Ostermontag suchen dürfen.
Dabei können die Besucher Natur und Tiere live erleben.
Über 40 Wildtierarten und mehr als 20 Haustierrassen sind hier beheimatet. Die Wege führen vorbei an den Freigehegen von Rot- Dam- und Muffelwild und entlang dem neu gestalteten Wisent-Gehege mit dem Bullen "Josef", dessen Gehege erweitert werden soll.
Der Wildpark sei nicht gewinnorientiert ausgerichtet, vielmehr stehe der Bildungsauftrag im Mittelpunkt, unterstrich Ulm. Deshalb gibt es seit vergangenem November auch das "Grüne Klassenzimmer", in dem den Kindern der Lebensraum der heimischen Pflanzen und Tiere nahegebracht werden sollen. Ergänzend dazu gibt es einen Naturlehrpfad mit Vogelstimmen und Hinweistafeln zu Tier- und Pflanzenarten, einen Wasser-Wald-Tier Pfad und den Panoramaweg.
Hier sollen jetzt im Frühjahr Nistkästen angebracht werden. Dafür sucht Thomas Kotschenreuther vom Wildpark eine Jugendgruppe oder Schulklasse. Zur Belohnung gibt es eine Brotzeit, versprach Landrat Ulm. Als Dreingabe gibt es eine Exkursion durch den Wildpark und einen Vortrag über den Vogel des Jahres, den Stieglitz.
Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) zeigte sich ein klein wenig stolz auf das Kleinod, das Gudila Freifrau von Pölnitz 1971 gegründet hatte. Der Wildpark-Express und der Trubachtal Express seien die am meisten frequentierten Freizeitlinien des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN). Und der reicht immerhin von Bayreuth bis zum Brombachsee. Bislang sei der Wildpark Hundshaupten aber immer noch das kleine, feine Ausflugsziel, der Geheimtipp, erklärte Diana Jeger-Roth von der Werbeagentur Roth, die sich künftig um die Vermarktung außerhalb Frankens kümmert. Dafür wurden die Flyer überarbeitet und ein interaktiver Online-Auftritt konzipiert.