In ihrem Jahresbericht betonte die 60-jährige Gundula Rieger aus Muggendorf die hervorragende Zusammenarbeit mit Ingrid Hilfenhaus. Beide kümmern sich nun schon seit fünf Jahren um die Seniorenarbeit. Dabei hätten sich die Schwerpunkte spürbar verlagert.

Waren es zu Beginn hauptsächlich Wanderungen und Tagesausflüge, die beide Frauen angeboten haben, überlegten sie in letzter Zeit verstärkt, wie die älteren Bürger besser unter die Mitmenschen gebracht werden können.
So sei ein Seniorenratgeber entstanden, der auch so allerlei Nützliches für die gesamte Familie enthalte. Auch das Bürgercafé stehe für alle Wiesenttaler offen und fand schon regelmäßig in den Ortsteilen Engelhardsberg, Muggensdorf, Streitberg und Wüstenstein statt. Darüberhinaus gebe es immer wieder Kinobesuche in Hollfeld oder auch Fahrten nach Bad Staffelstein in die dortige Therme.

Von Einkäufen bis Reparaturen

Jetzt aber planen Rieger und Hilfenhaus seit gut einem halben Jahr einen ehrenamtlichen Besuchsdienst, den es in ähnlicher Form zum Beispiel in Gräfenberg gibt. Ziel ist es, den noch selbständig in ihren Wohnungen lebenden Menschen zu helfen, so alltägliche Verrichtungen wie Arztbesuche oder Einkäufe zu erledigen. Es geht aber auch darum, zu Hause einmal das Auswechseln einer Glühbirne oder kleinere Reparaturen zu übernehmen.
Die 46-jährige Ingrid Hilfenhaus aus Wüstenstein hat in letzter Zeit immer mehr festgestellt, dass eine reine Nachbarschaftshilfe längst nicht mehr ausreiche, um Senioren das selbständige Leben zu ermöglichen.

Ein weiteres Problem: "Die Hemmschwelle liegt bei den älteren Mitbürgern einfach zu hoch, ihre Nachbarn um Hilfe bei den alltäglichen Verrichtungen zu bitten", sagt Hilfenhaus. Schon deshalb sollen bald für Gespräche, Spaziergänge, Besorgungen, Arztfahrten und kleineren Arbeiten zu Hause geschulte Kräfte im Ehrenamt zur Verfügung stehen. Keinesfalls sollen sie aber für hauswirtschaftliche oder pflegerische Leistungen zuständig sein. Die Trägerschaft soll bei den kirchlichen Pfarreien, beim Diakonischen Werk und bei der Gemeinde liegen.

Freiwillige gesucht

Für dieses Angebot werden Menschen gesucht, die nach einer entsprechenden Schulung und Einführung diesen Dienst übernehmen wollen. Sie werden zwar ehrenamtlich arbeiten, erhalten aber eine Aufwandsentschädigung und sind versichert. Die Schulungen sollen voraussichtlich im Frühjahr 2014 an vier Samstagen stattfinden.
Mit herrlich bunten Blumensträußen bedankte sich Bürgermeister Helmut Taut (FWW) schließlich bei den beiden engagierten Seniorenbeauftragten und wünschte Gundula Rieger und Ingrid Hilfenhaus für ihre weitere Arbeit viel Glück.