"Wir machen den Weg frei", damit hatte einmal eine Bank geworben. Die Stadt Forchheim hingegen sperrt wieder einmal eine Verbindung: diesmal die Bügstraße - ausgerechnet am vielfrequentierten Eck bei der Post und an der Zufahrt zum E-Center geht nichts mehr.
Die Umleitung hintenherum über die Ohmstraße sorgt für Verwirrung. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Verkehrssituationen: auf der äußeren Bamberger Straße stadtauswärts fahrende Autofahrer, die versuchen in Höhe der Tankstelle nach links auf den E-Center-Parkplatz abzubiegen, werden oft durch den Ampelstau der stadteinwärts fahrenden Fahrzeuge blockiert - und verursachen ihrerseits wieder einen Rückstau. Hinzu kommen Autofahrer, die verbotswidrig die ohnehin enge Zufahrt als Ausfahrt in die äußere Bamberger Straße benutzen.
Die reguläre Ausfahrt wird zur Suchfahrt, so schlecht ist die Fahrtroute mit Papierzetteln auf dem Parkplatz in Richtung E-Center-Tankstelle ausgewiesen. Roland Brütting von der Straßenbauverwaltung der Stadt hat daher die Baufirma angewiesen, auch auf dem Parkplatz ordentliche Umleitungsschilder aufzustellen. Schildbürgerstreich: Weil es nur noch nach links weisende Schilder gibt, müssen diese in Richtung rechts auf den Kopf gestellt werden!


Kundenrückgang ist spürbar

"Baustellen ist man ja in Forchheim inzwischen gewohnt", kommentiert ein Fahrlehrer die Situation und zeigt seinem Schüler wo's lang geht. "Unsere wichtigste Zufahrtsstraße ist gesperrt", erklärt eine Beschäftigte des E-Centers. Marktleiter Steffen Sorge stellt fest: "Der Kundenrückgang ist spürbar". Die Anlieferung der Ware sei zwar jetzt schwieriger, lasse sich aber arrangieren. Der Marktleiter hofft, dass die Straßensperrung bald wieder vorüber ist. Laut Straßenbauverwaltung soll dies am 10. September sein. Bis dahin müssen auch die Postkunden noch Geduld mitbringen. "Immer wieder fragen uns die Leute, wie lange es noch dauert", berichtet die Innenbetriebsleiterin des Hauptpostamtes.


Falschparker vor der Post

Vor dem Posteingang ist der eigentlich als Linksabbiegespur gedachte Fahrbahnstreifen immer wieder zugeparkt. "Bis zur Bushaltestelle, die von Falschparkern blockiert wird - das ist verkehrswidrig und hochproblematisch", ärgert sich der Apotheker Günther Hammer über die Unvernunft. Gleichzeitig räumt er ein: "Die Sperrung der Bügstraße bedeutet natürlich für alle Kunden eine Einschränkung, weil sie ihren gewohnten Weg nicht mehr fahren können".


Warum gleich Vollsperrung?

"Warum hat man nicht zuerst die eine und dann die andere Straßenseite erneuert?", fragen wir Roland Brütting von der Straßenbauverwaltung. Der erklärt, dass man beim Straßenbau Nähte tunlichst vermeide - diese seien immer eine Schwachstelle.