Risse, Spurrillen und Schlaglöcher prägen das Bild vieler Staats- und Kreisstraßen im Landkreis Forchheim. Der Asphalt bröckelt. Viele Straßen sehen aus wie Flickenteppiche oder grau-schwarze Puzzles, so oft wurden sie schon repariert.
Die Ursache: Neben der Dauerbelastung durch den zunehmenden Schwerverkehr - Traktoren und Brummis werden immer größer - macht sich bei älteren Straßenbelägen eine zunehmende Materialermüdung bemerkbar.
Besonders die hohen Temperaturschwankungen machen dem Asphalt zu schaffen. Die Hitze im Sommer und der Frost im Winter verursachen zunächst nur kleine Risse in der Fahrbahn. Dringt in diese Ritzen Wasser ein, das gefriert, hat die Feuchtigkeit enorme Sprengkraft. Es entstehen die ersten kleineren Schlaglöcher. Und auch hier gilt das Motto: "Steter Tropfen höhlt den Stein." Mit jedem Frost wird der Asphalt brüchiger. Die Schäden werden immer größer.


Gewaltige Schäden

"Die Kreisstraße FO 41 zwischen Drosendorf und Burg Feuerstein ist in einem katastrophalen Zustand", räumt Dieter Els, Leiter des Kreisbauhofes in Neuses, ein. Die Fahrbahn sei dringend sanierungsbedürftig. Wasserlachen mitten auf der Fahrbahn, in denen sich die Wipfel der Bäume spiegeln, sind nicht das, worüber sich die Verkehrsteilnehmer freuen.
"Gewaltige Schäden" hat Els auch an der Kreisstraße FO 6 zwischen Ober- und Unterzaunsbach ausgemacht. Auch hier soll der Fahrbahnbelag in diesem Jahr erneuert werden. Denn der Zustand der Fahrbahn sei nur noch als "katastrophal" zu bezeichnen.
Im Ausbau-Programm des Landkreises stehen heuer auch die Strecken von der Bundesstraße 2 in Richtung Rüsselbach (Kreisstraße FO 31), die Straße von Urspring nach Wannbach (FO 34) und das Stück von Muggendorf nach Doos (FO 35). Ausgebaut wird 2017 auch die Ortsdurchfahrt Weilersbach der Kreisstraße FO 11, die derzeit eher einer Buckelpiste gleicht. Auf dem Programm stehen ferner die Ortsdurchfahrt Götzendorf (FO 5), die Ortsdurchfahrt Schnaid (FO 10) und die Ortsdurchfahrt Unterlindelbach (FO 18). Mehr als zwei Millionen Euro sind dafür in den Kreis-Haushalt eingestellt.


Lebensgefährlich

Verdrückungen, Risse und Schlaglöcher machen aber auch vor Staats- und Gemeindestraßen nicht Halt. Zu den Straßen mit den meisten und tiefsten Schlaglöchern gehört die Schulstraße in Ebermannstadt.
Stadträte haben ihren Zustand bereits als "lebensgefährlich" bezeichnet und einen sofortigen Ausbau gefordert. Anwohner haben sogar schon Blumen in die Schlaglöcher eingepflanzt und auf diese Weise ihren Protest gegen den "unhaltbaren Zustand" ausgedrückt.