Jan Schindzielorz aus dem Leutenbacher Ortsteil Dietzhof hat bei der Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaft der Senioren Gold über 60 Meter Hürden gewonnen. Der 40-Jährige von der LG Forchheim war bereits unter den 13 Teilnehmern des Vorlaufs der M40 mit 8,02 Sekunden der Schnellste. Damit hatte er den von ihm im Vorjahr aufgestellten deutschen Rekord bereits um sieben Hundertstel verbessert.

Im Finale verursachte sein Bahn-Nachbar und größter Rivale, Elliott Mensah aus Großbritannien, zunächst einen Fehlstart. Im zweiten Anlauf klappte alles, Schindzielorz zog ab der Hälfte der Strecke davon und drückte die nationale Bestzeit in dieser Altersklasse noch einmal auf 7,94 Sekunden.

Obwohl Elliott zwei Hindernisse riss, kam er mit rund drei Zehnteln Rückstand auf Platz 2. "Wir haben uns kurz berührt, was beim Hürdenlauf nicht unüblich ist. Wäre er nicht hängengeblieben, wäre es sicher knapper ausgegangen", berichtete Schindzielorz. "Im Sprint ohne Hürden ist er schneller als ich."

Damit ist der Dietzhofer sowohl amtierender Titelträger in der Halle als auch im Freien, denn im September ließ er die Konkurrenz bei der WM in Malaga hinter sich. "Interessant wird es im Sommer 2020 in Toronto, wenn wahrscheinlich noch ein paar schnelle Kanadier und Amerikaner dabei sind", blickt der 40-Jährige voraus.

Christine Priegelmeir gewinnt Silber

Schindzielorz' Lebensgefährtin und Vereinskollegin Christine Prieglmeir nahm mit der deutschen 4x200-Meter-Staffel in der AK 35 an den achten Weltmeisterschaften dieser Art im polnischen Torun teil. Als Startläuferin übergab die 37-Jährige den Stab gleichauf mit der US-Amerikanerin. Die Gastgeberinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits enteilt und liefen in der Weltrekordzeit von 1:42,53 Minute einem ungefährdeten Heimsieg entgegen. Das deutsche Quartett schnappte sich mit knapp drei Sekunden Rückstand auf Polen und fast zwei Sekunden Vorsprung auf die USA Silber und war damit sehr zufrieden.

Solo über dieselbe Distanz erreichte Priegelmeir nach der viertschnellsten Zeit im Vorlauf (26,42 Sekunden) und dem fünftbesten Wert im Halbfinale (26,28) den Endlauf, den sie als ebenfalls als Fünfte beendete (26,75). Auf den 60 Metern sprintete sie mit 8,15 Sekunden ins Finale, in dem sie fast in derselben Zeit (8,13) Sechste wurde.