Mit einem temporeichen, selbstbewussten Auftritt machte die DJK Kersbach am Mittwochabend nicht nur dem Aufsteiger ATSV Forchheim klar, dass beim Kampf um die vorderen Plätze der Kreisklasse 2 ER/PEG kein Weg um sie herumführt. Der Kreisliga-Neuling aus Eggolsheim mühte sich gegen die nun schon seit drei Spielen ungeschlagene SpVgg Zeckern vergeblich, und die Kircherhenbacher Reserve schrammte in der A-Klasse 3 knapp an einem Punktgewinn vorbei.


Kreisliga 1 ER/PEG: DJK Eggolsheim - SpVgg Zeckern 1:2

Die ersten Minuten auf dem harten B-Platz gehörten der Heimelf: Sebastian Dierl scheiterte per Kopf (6.), Tobias Fechner zimmerte einen Freistoß aus 18 Metern an die Latte (15.). Das war der Weckruf für die Zeckerner, die nun mehr Initiative zeigten und in Führung gingen, als Florian Süß einen Freistoß zum 0:1 abfälschte (25.). Drei Minuten später gleich die nächste
Großchance für die SpVgg, wobei Torwart Peter Weber im Eins-gegen-Eins die Nerven behielt und klärte. Dann war wieder Eggolsheim an der Reihe: Tobias Seeberger passte den Ball in die Schnittstelle zu Andreas Fechner, der Schlussmann Patrick Warter beim 1:1 keine Chance ließ (39.).
Nach der Pause hätte Eggolsheim sogar in Führung gehen können, doch Georg Neudeckers Kopfball verfehlte das Ziel knapp (56.). Danach war irgendwie die Luft raus bei der DJK, und die Gäste nutzten die Schwächephase eiskalt aus: Weber fischte einen 20-Meter-Schuss von Michael Glaser zwar noch aus dem Winkel, doch der Ball landete bei Marcel Kreuzer, der zum 1:2 abstaubte (73.). Die Heimelf warf nun noch einmal nach vorn, brachte aber ebensowenig Zählbares zu Stande wie die SpVgg, die über mehrere Konter gefährlich wurde. Ein Unentschieden wäre in einer Partie auf Augenhöhe gerecht gewesen, letztendlich behielten die Gäste aber die Oberhand.


Kreisklasse 2 ER/PEG: DJK Kersbach - ATSV Forchheim 4:0

Die Heimelf drückte von Beginn an aufs Gaspedal und die Gäste in deren Hälfte. Schon nach vier Minuten wurde ATSV-Torhüter Luis Mechler deshalb in einen Zweikampf gezwungen, der zum Elfmeter führte. Doch der Keeper ahnte, wohin Markus Zametzer schießen würde, und fischte den Ball aus der Ecke. Die Forchheimer brauchten 20 Minuten, um sich aus der Umklammerung zu lösen, agierten aber zu umständlich, sodass meist an der Strafraumgrenze Schluss war. Die DJK hatte noch eine Großchance in der ersten Halbzeit. Als Tom Hoffmann ein Stockfehler unterlief, reagierte Florian Seeberger am schnellsten, scheiterte aber am herausstürzenden Mechler (26.).
Auch im zweiten Abschnitt hielt Kersbach das Tempo hoch und belohnte sich nach 57 Minuten, als Jonas Liedel aus 25 Metern abzog und mit Hilfe des Pfostens und Mechlers Rücken zum 1:0 traf. Die Heimelf blieb am Drücker, und als Tobias Freimuth einen 22-Meter-Freistoß wunderschön um die Mauer zum 2:0 in den Winkel zirkelte (66.), war eine Vorentscheidung gefallen. Der ATSV musste jetzt kommen, blieb in seinen Aktionen aber weiter zu harmlos und bot andererseits Räume für Konterchancen. Und die nutze die DJK im Doppelschlag. Jeweils nach Vorarbeit des agilen Daniel Rille waren Florian Schütz per Kopf (75.) und Florian Seeberger mit dem Innenspann (76.) zum 4:0-Endstand erfolgreich. Der gleiche Spieler hätte in der Schlussminute auch noch den fünften Treffer nachlegen können, doch das wäre gegen nie aufsteckende Forchheimer des Guten dann doch etwas zu viel gewesen.


A-Klasse 3 ER/PEG: TSV Kirchehrenbach II - DJK Pautzfeld 1:2

Die Gäste übernahmen in den ersten 30 Minuten das Ruder und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Mehr als das 0:1 nach einem Pass in die Tiefe wollte aber nicht fallen (12.). Nach einer halben Stunde schwamm sich der TSV frei und belohnte sich nach einer Ecke mit einem Kopfballtreffer (40.). Kirchehrenbach kam mit mehr Schwung aus der Kabine, schaffte es aber nicht, die sich bietenden Möglichkeiten in Zählbares umzumünzen. Das rächte sich in der 75. Minute, als der TSV-Keeper einen Ball nicht festhalten konnte, und der Nachschuss zum 1:2 im Netz zappelte. Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorn und hatten sogar noch die Chance zum Ausgleich. Doch ein Kopfball strich um Haaresbreite am Tor vorbei.