Als eine echte Wundertüte präsentiert sich die SpVgg Jahn Forchheim im neuen Jahr. Die einzige Konstante sind momentan die fehlenden Siege. Egal, ob es hundsmiserable Leistungen wie gegen Eintracht Bamberg (2:6) oder starke Auftritte wie zuletzt in Weiden (1:2) sind, die Punkte bleiben meist in Gänze beim Gegner.

Besonders bitter war in Weiden vor allem das Zustandekommen der Niederlage. Bis zur 86. Minute führte Forchheim mit 1:0, fünf Minuten später trotteten die Jahnler mit leeren Händen und gesenktem Kopf vom Feld. "Es ist wie verhext. Die Jungs haben sich nach dem Bamberg-Spiel richtig am Riemen gerissen, so ein Nackenschlag wie in Weiden tut dann doppelt weh", sagte Co-Trainer Christian Michl: "Wir müssen uns einfach mal belohnen." Am besten am Samstag um 15 Uhr gegen Haibach.
Die Alemannia hat sich zuletzt durch zwei Siege (3:2 bei Eintracht Bamberg, 2:1 in Frohnlach) ins gesicherte Mittelfeld vorgekämpft, die Abstiegssorgen sind ebenso gering wie die Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz. An die Unterfranken hat Forchheim - und insbesondere Trainer Michael Hutzler - allerdings nicht die besten Erinnerungen. In der Vorrunde kassierte der Jahn eine 2:7-Packung, es war die bis heute höchste Niederlage in der sechsjährigen Hutzler-Ära - etwas, das sich in dieser Form nicht wiederholen sollte.

Positiv stimmen besonders die Ansätze in Weiden, als Forchheim aus einer defensiven Ordnung heraus kaum Chancen zuließ. In der Startelf stand hier Bastian Leikam, dirigierte den Abwehrverbund und spielte stark bis zur 70. Minute. Dann musste der Innenverteidiger verletzt runter. Das Gute an einer eigentlich schlechten Nachricht: Der befürchtete Schlüsselbeinbruch hat sich nicht bestätigt, der Routinier hat sich "nur" eine Rippen- und Schulterprellung zugezogen. Sein Einsatz ist aber ebenso fraglich wie der von Sandro Gumbrecht.