Nach dem 2:6 im Derby gegen Eintracht Bamberg hat die SpVgg Jahn Forchheim bereits heute um 19 Uhr Gelegenheit, die Scharte auszuwetzen. Bei der in der Bayernliga Nord seit September ungeschlagenen SpVgg Weiden wollen die Gäste Beton anrühren.


Bayernliga Nord

SpVgg Weiden (5.) - SpVgg Jahn Forchheim (16.)
Ende August gewann der Jahn gegen Weiden mit 2:1. Nicht, weil die Gastgeber damals so gut waren, sondern "weil Weiden noch nicht eingespielt war", sagt Forchheims Übungsleiter Michael Hutzler. Seitdem hat die Mannschaft von Trainer Tomas Galasek in 14 Partien nur noch ein Mal verloren - bei Tabellenführer Großbardorf. Zudem haben sich die Oberpfälzer in der Winterpause verstärkt. Alexander Jobst kam vom ambitionierten Regionalligisten Amberg.
"Wir kennen ihn auch noch aus Ammerthaler Zeiten", erklärt Hutzler, "ein guter Spieler."
Es spricht also nicht viel für Forchheim, das gerade eine 2:6-Derby-Klatsche gegen Eintracht Bamberg eingesteckt hat. "Ich habe den Jungs am Montag freigegeben, um darüber nachzudenken", erzählt der 46-Jährige. "Mit der Insolvenzgeschichte und den Ex-Jahnlern beim FC ist einfach zu viel auf sie eingeprasselt", sagt Hutzler.


Beton anrühren und kontern

Gegen Weiden ist der Jahn - anders als beim Rückrundenauftakt in Würzburg und gegen Bamberg - krasser Außenseiter, aber "wir müssen langsam punkten", gibt der Coach zu bedenken. "Wir dürfen nicht wie vergangenen Samstag das Spiel machen wollen, sondern müssen Beton anrühren und kontern", fordert Hutzler, der bis zum 3:1 für die Gäste ein ordentliches Spiel seiner Truppe gesehen hatte. "Danach ist alles zusammengebrochen", sagt Hutzler.

Dass seine Mannschaft unter den Kellerkindern am meisten vom Rückzug der Eintracht profitieren würde, weiß er. In der bereinigten Tabelle, in der den gegen den FCE erfolgreichen Teams die Punkte abgezogen werden, klettert Forchheim auf Rang 14 und hätte nur zwei Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. "Wenn es tatsächlich so kommt, nehmen wir das gerne an, aber wir wollen es aus eigener Kraft schaffen", sagt Hutzler.