Mit viel Prominenz fand in Zochenreuth (Kreis Bayreuth) der symbolische Spatenstich zur Verlegung der Wasserverbindungsleitung von Zochenreuth nach Hochstahl statt. Das Projekt - eine interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Aufseß und dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Aufseß-Gruppe - kostet etwa eine Million Euro und wird mit 50 Prozent bezuschusst. Durch die guten Wetterbedingungen konnte die Rohrleitung bereits verlegt werden. Doch das Klima des Jahres war auch ein Grund für den Zusammenschluss. "Wir haben schon vor Jahren beschlossen, ein zweites Standbein für unsere Wasserversorgung einzurichten", erklärt Bürgermeister Ludwig Bäuerlein (CSU), denn mit Besorgnis hatte die Gemeinde beobachtet, dass der Grundwasserspiegel immer niedriger wurde.

Sitz im Markt Wiesenttal

Der Sitz der Aufseß-Gruppe ist im Markt Wiesenttal im Kreis Forchheim. "Hier können wir Wasser austauschen", sagt Bäuerlein. Für einen Zusammenschluss mit der Jura-Gruppe (Hollfeld, Waischenfeld, Pottenstein, Pegnitz) habe es eine Machbarkeitsstudie gegeben. "Da kam aber heraus, dass wegen der Druckunterschiede ein Anschluss an die Aufseß-Gruppe besser ist. Denn ein Wasseraustausch wäre mit der Jura-Gruppe nicht möglich gewesen", erklärt der Bürgermeister. Ihm sei eine richtige und vernünftige Lösung wichtig gewesen - und auch eine ökologische.

Denn Ludwig Bäuerlein möchte, dass das Trinkwasser der Region nicht einfach so an größere Wasserversorger abgegeben wird. "Man muss für Löschwasser nicht unbedingt Trinkwasser verwenden oder für Spülvorgänge in Unternehmen", meint der Bürgermeister und sagt, dass ihm der sorgfältige Umgang mit dem unbelasteten Wasser wichtig sei. Außerdem haben sich besorgte Bürger an ihn gewandt, da es ein seltsames Phänomen gebe. Die Aufseß fließt, ist aber dann für einige Stunden komplett trocken, dann fließt das Wasser wieder. "Da sieht es so aus, als ob Pumpen eingeschaltet werden", berichtet Bäuerlein, der dem nachgehen will. Doch durch den Anschluss an die Aufseß-Gruppe sei die Wasserversorgung gesichert.

Pumpenhaus in Hochstahl

Im nächsten Jahr wird noch ein Pumpenhaus in Hochstahl gebaut. Alle drei Wasserversorger werden dann vernetzt. "Die Technik wird neu sein. Dann kann der Wasserwart vieles über sein Tablet steuern", erklärt Ludwig Bäuerlein.