Heuer werden es 100 Jahre, dass Kaspar Detzel im Alter von 24 Jahren in einer der brutalsten Schlachten der Geschichte in Flandern gefallen ist. Er stammte aus einer Ebermannstädter Bäckerfamilie, hatte Schreiner gelernt und war in Ausbildung zum Baumeister an der Bauschule in Nürnberg. Seine Familie hat die weit über hundert Feldpostkarten, die er nach Hause schickte, bis heute sorgfältig aufbewahrt. Nüchtern und illusionslos spiegelt sich in ihnen der Alltag an der Front.

Noch bevor er die Bauschule abschließen konnte, wurde er im Herbst 1914 eingezogen und am 3. Dezember mit der 1. Kompanie des in Nürnberg stationierten 14. bayerischen Infanterieregiments an die Westfront geschickt - zur Verstärkung der deutschen Truppen, die südlich von Verdun versuchten, das stark befestigte Erdwerk Apremont im Bois Brûlé einzunehmen. "In Stellung war ich noch nicht", teilte er am 28.