Jonas Mauser (7), Lea Berner (10) und Jamin Deschner (10) repräsentierten drei von 68 Schülern der Grund- und Mittelschule Eggolsheim: Das Trio war am Mittwochabend ins Kompetenz-Zentrum der Vereinigten Raiffeisenbanken nach Forchheim gekommen, um sich ausgiebig feiern zu lassen.


Eggolsheimer Schule siegt im Wettbewerb

Die Eggolsheimer Schule siegte im Wettbewerb um den Förderpreis "Neue Lernkultur". Zum neunten Mal hatten die Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Herodsberg den Preis ausgelobt - unterstützt von den Staatlichen Schulämtern in den Landkreisen Forchheim und Erlangen-Höchstadt.

Der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) betonte, dass sämtliche 14 Teilnehmer "etwas Besonderes" gemacht hätten. Ulm lobte die Geber des Preisgeldes, weil in der Bildung die Mittel ja immer knapp seien.

Wie Lehrerin Silke Schürr hervorhob, habe der Wettbewerb in Eggolsheim nicht nur 68 Schüler (zweite bis vierte Klasse) inspiriert, sondern auch 33 Eltern. Die Eggolsheimer erforschten den Weltraum auf allen erdenklichen Ebenen: Sie fuhren in die Sternwarte und sahen den Saturn; sie beobachteten, wie sich Galaxien ineinander schieben. Aber es wurden auch Mars-Roboter gebastelt, Planeten gebacken oder Raketen mit Essig und Backpulver im Pausenhof gezündet.


Es ist eine Chance für anderes Lernen

Die zweite Preisträgerin, die Montessorischule Forchheim, widmete sich dem Lernprojekt "Erdkinderplan". Wie die Pädagoginnen Anja Bezold und Julia Eisele erläuterten, stehe dabei die Frage im Mittelpunkt: Wie können sich Kinder während der Pubertät auf die Schule einlassen? Die Schülerinnen Jule Ammon und Chiara Pohl erzählten, wie sie auf dem 1600 Quadratmeter großen Montessori-Gelände am Rande von Forchheim gelernt hätten, Theorie und Praxis zu verknüpfen. Unter Anleitung des "Erdkinder-Beauftragten" Michael Vandenberg ergriffen die Montessori-Schülerinnen die Chance, nicht nur Gemüse anzubauen; sondern auch, es zu vermarkten. "Es ist eine Chance für anderes Lernen, weil sich die Schüler hier nicht nur ausprobieren, sondern auch scheitern dürfen", erläuterte Montessori-Pädagogin Anja Bezold.

Raiffeisen-Vorstand Rainer Lang verteilte Urkunden auch an jene Schulen, die kein Preisgeld gewinnen konnten. Zudem erinnerte er an den Forchheimer Pädagogen Michael Bauer. Ohne dessen Impuls gäbe es den Förderpreis "Neue Lernkultur" gar nicht. Bauer sei es gewesen, der den Raiffeisenbanken diesen Förderpreis vor zehn Jahren vorgeschlagen habe.