Insgesamt 369 Schüler sind an den drei Gymnasien des Landkreises für das bayerische Abitur angetreten. Bestanden haben 364. Den bestmöglichen Abschluss von 1,0 erreichten vier Jugendliche und qualifizierten sich somit für ein Max-Weber-Stipendium. Ein spezielles Programm, welches nur den besten Schülern Bayerns zur Verfügung steht.

In einem kurzen Interview haben die Vier über ihre Schullaufbahn und ihre Zukunftspläne berichtet.

Eine Sängerin verlässt die Bühne
"Am meisten gefallen an der Schule hat mir das Gefühl aufgehoben zu sein", sagt Sandra Hübner (18) vom Gymnasium Fränkische Schweiz (GFS) in Ebermannstadt. Die junge Abiturientin begeisterte sich in ihrer Schulzeit vor allem für die naturwissenschaftlichen Fächer. Nicht allzu verwunderlich ist es, dass sie auch ihre Seminararbeit im Fach Chemie schrieb.
Nach den Ferien möchte Sandra ein naturwissenschaftliches Studium in Erlangen beginnen und weiß jetzt schon, dass sie die Schulzeit vermissen wird: "Ja es war eine schöne Zeit", erklärt sie, "es war immer alles so geregelt." Kein Wunder, schließlich war sie sehr engagiert im Schulleben. Die 18-Jährige war als Sängerin Mitglied der Schulband. Zusätzlich begleitete sie die Schule in mehreren Arbeitsgemeinschaften am Klavier. Ihr musisches Können zeigte sie immer wieder, wenn sie bei den musikalischen Veranstaltungen aktiv war.

Der musikalische Physiker
Aber Sandra war nicht die Einzige an ihrer Schule mit diesem Traum-Abi. Auch ihr Mitschüler Moritz Brütting (18) verließ das GFS in Ebermannstadt mit dem hervorragenden Schnitt. Zurückblickend auf seine Schulzeit berichtet Moritz lachend: "In Erinnerung bleiben mir wohl eher die ganzen Ausflüge als zum Beispiel der Biologie-Unterricht." Auch er ist ein enthusiastischer Musikant und spielte Geige im Orchester des Gymnasiums. Sein besonderes Interesse galt der Mathematik und der Physik. So entschied er sich dafür, sein drittes schriftliches Abitur in dieser Naturwissenschaft abzulegen. Für die Zukunft hat er sich vorgenommen, ein Studium in Physik in Bayreuth zu absolvieren. Auch neben der Schule war bei ihm viel Action angesagt: "Ich fahre in meiner Freizeit sehr gerne Mountainbike", sagt der 18-Jährige.

Der Notenschütze
In Forchheim erreichte Lukas Weisel (18) am Ehrenbürg-Gymnasium das gleiche Ziel. Und er weiß, was ihm während der Schulzeit am besten gefallen hat: "Auf jeden Fall, dass man jeden Tag seine Freunde getroffen hat." Doch dies wird sich in Zukunft ändern: Der 18-Jährige wird jetzt bald einen sechswöchigen Ferienjob bei Siemens machen, bevor er im Oktober das Studium im Fach Elektrotechnik in Erlangen beginnt. Das liegt unter anderem daran, dass ihm Mathe auch in Bezug auf die Abschlussprüfungen leicht gefallen ist: "Ich habe für Fächer wie Latein mehr gelernt, als für Mathe." Parallel zur Schule war Lukas Mitglied im Schützenverein und hat sich auch sonst gerne sportlich betätigt. "Ich fahre gerne Rad in meiner Freizeit. Das dürfen auch mal längere Radtouren sein", sagt der Abiturient aus Dobenreuth.

Eine Chemikerin auf dem Sprung
Am Herder-Gymnasium schloss Juliane Wunder (17) gleichrangig das Abitur ab. Die Kunreutherin wusste worauf es ankam und machte bewusst: "Bis zur 9. oder 10. Klasse musste man natürlich nicht ganz so viel machen, wie in der Oberstufe." Dabei war sie jedes Schuljahr Mitglied im Schulchor. "Das Freitagmittag-Gefühl, zu wissen, jetzt zwei Tage frei zu haben und auszuschlafen, das hat mir in der Schulzeit sehr gefallen" erzählt die Abiturientin, die in Zukunft Lebensmittelchemie in Würzburg studieren will. Mit "Rope Skipping", einer Sportart ähnlich wie Seilspringen verbrachte Juliane viel Zeit neben der Schule. Und wenn die 17-Jährige gerade kein Sport macht, dann musziert sie: "Ich spiele sehr gerne Klavier", sagt sie.