Das Thema "schlägt Wellen", sagt der Forchheimer Jugendbeauftragte und CSU-Stadtrat Josua Flierl. Wiederholt sei er auf die aggressiven Auseinandersetzungen unter Jugendlichen angesprochen worden, doch Erkenntnisse über die Hintergründe seien ihm bislang nicht bekannt.

Das Muster der gewaltsamen Konfrontationen war am Freitag, 15. April, und Freitag, 22. April, dasselbe: Gruppen Jugendlicher aus den Nachbarstädten Nürnberg und Bamberg kreuzten in Forchheim auf und es kam zum Streit. Alkohol war in beiden Fällen im Spiel. Am 15. April konnte die Polizei am Jugendtreffpunkt in Forchheim Nord eine Schlägerei im Keim ersticken. Eine Woche später, am vergangenen Freitag, gab es dann sechs Verletzte, als sich 20 Jugendliche aus Forchheim, Bamberg und Nürnberg kurz vor Mitternacht an der Kreuzung Theodor-Heuss-Allee/Eisenbahnstraße prügelten.


Ermittlungen laufen

Die Polizei beendete diese Schlägerei durch den Einsatz von Pfefferspray. Bis gestern war das Motiv des Vorfalls noch nicht geklärt. Es werde in dem Fall noch ermittelt, teilt ein Sprecher der Polizei Forchheim am Montag mit.


Von Kräutermischung gelockt?

Ob zunehmend Jugendliche aus anderen Städten "angelockt" werden, weil es in Forchheim einen blühenden Handel mit sogenannten Kräutermischungen gibt? Darüber wird unter Forchheimer Kommunalpolitikern, bei den Experten des Jugendschutzes und bei der Polizei bislang nur spekuliert.
Neue Erkenntnisse erhoffen sich die Vertreter der Behörden, der Polizei und der Politik von einem Runden Tisch zum Thema, zu dem der Forchheimer Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) am Montag, 2. Mai eingeladen hat.