Es herrsche "Ruhe an der Front", erklärt Matthias Gebhardt von der Industriegewerkschaft IG Metall in Bamberg, der auch als Aufsichtsratsmitglied bei Kennametal in Ebermannstadt fungiert. Die Gewerkschaftsmitglieder stünden hinter ihrem Betriebsrat, der sich wegen des fortgesetzten Personalabbaus im Werk des amerikanischen Werkzeugherstellers an die Öffentlichkeit gewandt hatte.

Die Firmenleitung schweigt dazu. Presseauskünfte erteile die für Kennametal Europa zuständige Öffentlichkeitsbeauftragte Gaby Mlnarik. Sie schreibt: "Da die einzelnen Standorte sehr unterschiedlich von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, geben wir keine Einzelheiten pro Standort bekannt, und werden dies gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern nach entsprechend durchgeführten Analysen standortspezifisch erarbeiten. Dies ist eine schwierige unternehmerische Entscheidung und wir werden die betroffenen Mitarbeiter mit Respekt behandeln und eine sozialverträgliche Lösung finden."

In dieser Woche, so Gebhardt, suchen die Kennametal-Mitarbeiter in den oberpfälzischen Werken den Kontakt mit der Presse. Auch sie wollen auf den Personalabbau bei Kennametal aufmerksam machen.