Die Postbank in der Postfiliale in Igensdorf wird geschlossen. Dass sich eine Postbank in der betreffenden Postfiliale befindet, hat ein Rechnungsprüfer vom bayerischen kommunalen Prüfungsverband festgestellt.

Nun gibt es aber das Sparkassengesetz, laut dem eine Gemeinde zwar eine Sparkasse haben darf, aber keine Bank, die unter das Kreditwesengesetz fällt. Bei der Postbank ist aber ebendies der Fall, sagte Igensdorfs Bürgermeister Wolfgang Rast (IU). Die Mitarbeiter der Postagentur, bei der es sich um ein Dienstleistungsservice der Marktgemeinde handelt, kümmern sich auch um das Bankwesen. Diese Bank darf aber die Gemeinde nicht führen.

Sechsmonatige Frist

"Ich musste gleich reagieren und habe deshalb den Partnervertrag mit der Post gekündigt", erklärt Rast. Die Kündigungsfrist beträgt ein halbes Jahr, solange werden noch Bankgeschäfte erledigt werden können.

"Nun ist das Problem, dass es durch den Wegfall der Finanzdienstleistungen auch zu Einnahmeeinbußen kommt", sagt Rast. Die entfallenen Provisionen aus dem Geldgeschäft erhöhen das ohnehin defizitäre Geschäft. 20.000 Euro musste die Gemeinde jährlich für den Bank- und Postservice draufzahlen. Dieses Defizit könnte sich nun um weitere 7000 bis 8000 Euro erhöhen. Damit die Post weitergeführt und die höheren Verlustzahlen kompensiert werden, muss die Gemeinde an anderer Stelle sparen.

"Die Post soll mit dem Einwohnermeldeamt im Erdgeschoss im Rathaus verschmolzen werden", sagt Rast. Dieses Arrangement spare Miete.