Vergangene Woche wurden die Pfarrer Gerhard Möckel und Oliver Schütz über die Personalentscheidung des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg per Telefon in Kenntnis gesetzt. Das war am Dienstag. Verbunden damit war die Order, die Neuerung in den Gottesdiensten am Wochenende bekannt zu geben. "Das haben wir natürlich getan", erklärt der künftige Kirchehrenbacher Seelsorger, der auch für Weilersbach und Reifenberg, laut Pastoralplan später auch für Leutenbach zu ständig sein wird.


Selbst beworben

Schütz hat sich auf die Stelle Kirchehrenbach beworben, denn er ist hier kein Unbekannter. "Pfarrer Gerhard Möckel hat mich immer wieder eingeladen, als Gastprediger aufzutreten. Außerdem habe ich den im vergangenen Jahr verstorbenen Pfarrer Erwin Gebhardt gut gekannt.
Bei Kirchehrenbach hatte ich gleich ein positives sympathisches Gefühl", bekennt Schütz.

Hatte der aus Hirschaid stammende Seelsorger bislang 2800 "Schäflein" betreut, werden es nun in Kirchehrenbach fast doppelt so viele, nimmt man Weilersbach und Reifenberg mit dazu. Schütz freut sich auf seine Arbeit in Kirchehrenbach, denn hier gibt es mit Geistlichem Rat Josef Kraus noch einen Subsidiar. Weitere Unterstützung erfährt der Pfarrer von Pastoralreferentin Helga Deinhardt und Gemeindereferentin Michaela Müller.

"Aber ich gehe auch mit einem weinenden Auge aus Dormitz weg", bekennt Pfarrer Schütz, denn der Pastoralplan sieht keinen unmittelbaren Nachfolger für die Kirchengemeinden Dormitz, Hetzles und Kleinsendelbach vor. Die Stelle ist als Vikariatsstelle definiert. Darauf kann sich ein Geistlicher bewerben, der sich voll auf die Seelsorge konzentriert und die Personalplanung für den Kindergarten und Aufgaben der Kirchenverwaltung an weltliche Gremien abgibt. Die Alternative wäre ein Ruhestands-Geistlicher, der sich um die Gläubigen des Pfarrsprengels kümmert.


Hoffe auf Seelsorger für Dormitz

"Ich hoffe sehr, dass Dormitz und die anderen beiden Pfarreien, die ich bisher betreut habe, bald wieder eine Seelsorger bekommen. Das wäre eine gute Sache", betont Pfarrer Schütz.

Gerhard Möckel zeigt sich erleichtert, dass ein Pfarrer seine Stelle übernimmt, den die Leute kennen. Da falle ihm der Wechsel nach Weismain gleich viel leichter, räumt der Seelsorger ein und zitiert dabei Hermann Hesse: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne."

Am Montag gab das Erzbistum die Neubesetzung offiziell bekannt. Auf der Homepage der Erzdiözese heißt es: "Erzbischof Ludwig Schick ernennt Oliver Schütz, derzeit Pfarrer in Dormitz und Hetzles, mit Wirkung vom 1. September 2014 zum Pfarrer der Pfarreien Kirchehrenbach und Weilersbach."