Zu seinem 70. Geburtstag haben die drei Gemeinden Mariä Opferung in Poxdorf, Sankt Georg in Effeltrich und Sankt Vitus in Gaiganz ihren Pfarrer Albert Löhr mit einer großen Feier geehrt.

Der Jubilar wurde am 26. März 1945 in Feuchtwangen geboren. Da seine Eltern später nach Forchheim zogen, wurde er schon in jungen Jahren ein Oberfranke. Nach dem Studium der Theologie und der Priesterweihe im Jahre 1971 übernahm er in Münchberg, nahe der Grenze zur damals noch existierenden DDR, seine erste Pfarrstelle. 1979 wurde er nach Effeltrich berufen, wo er auch für Gaiganz zuständig war, und 1981 wurde er Pfarrer von Poxdorf.

Durch seine intensive Seelsorgertätigkeit wie auch durch seinen Humor und seine Offenheit erwarb sich Pfarrer Löhr in seinen Gemeinden große Wertschätzung und Zuneigung. Der Festakt zu seinem 70.
Geburtstag in der bis auf den letzten Platz besetzten und mit vielen Frühlingsblumen geschmückten Mehrzweckhalle der Poxdorfer Schule zeigte das sehr deutlich.

Sehr viele Gratulanten

Glückwünsche wurden vorgetragen von Landrat Hermann Ulm (CSU), den beiden Bürgermeistern Katrin Heimann aus Effeltrich (DEL) und Paul Steins (CSU) aus Poxdorf, den Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Alfons Singer (Poxdorf) und Heimo Ertl (Effeltrich) sowie von den Vertretern der 34 Vereine der drei Ortschaften. All diesen Reden war zu entnehmen, dass Pfarrer Löhr sich nicht nur als Seelsorger und Mensch, sondern auch als Lokalhistoriker, als Sanierer der kirchlichen Gebäude in den drei Orten, als Förderer und Bewahrer fränkischer Traditionen und als Initiator der beliebten Pfarrfahrten sowie der "Männerwirtschaft" genannten Ausflüge große Verdienste erworben hat.

So nahm es nicht Wunder, dass viele örtliche Institutionen und Gruppen wie zum Beispiel die Blaskapellen aus Poxdorf und Effeltrich, der Poxdorfer Männerchor und der Effeltricher Kirchenchor, der Volkstrachtenverein Effeltrich und die Effeltricher Trachtensänger ein musikalisches oder tänzerisches Geschenk vorbereitet hatten.
Unter der Leitung von Margit Kaiser sangen die Kindergottesdienst-Kinder "Spitze, dass du da bist!" und "Viel Glück und viel Segen". Die Ministranten aus den drei Gemeinden trugen "Sei behütet auf deinen Wegen" vor. Dann überreichte jeder Ministrant Pfarrer Löhr eine gelbe oder orangene Rose, so dass dieser schließlich mit einem großen Rosenstrauß dastand. Gerührt hörte sich der Jubilar die einzeln vorgetragenen und sehr individuell formulierten Wünsche seiner Gottesdiensthelfer an, wie zum Beispiel: "Wir wünschen Ihnen die Begegnung mit Menschen, die Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern."

Verbunden mit der Gemeinde

Eine besondere Ehrung für den Jubilar hatte sich die Gemeinde Poxdorf ausgedacht. Sie verlieh ihm für sein verdienstvolles Wirken zum Wohle ihrer Bürger das Ehrenbürgerrecht. Das wurde in einer von Bürgermeister Steins überreichten Urkunde amtlich festgehalten. Als Zeichen seiner Verbundenheit mit Poxdorf spendete Pfarrer Löhr der Gemeinde spontan einen Euro für jedes Jahr ihres heuer 700-jährigen Bestehens, also 700 Euro.

Zwei besondere Höhepunkte der etwa vierstündigen Veranstaltung waren der Bildervortrag "70 Jahre Albert Löhr - Dichtung und Wahrheit" von Heimo Ertl und der Auftritt der Theatergruppe Poxdorf mit "Die Beicht-Hotline". In diesem Sketch stellten Inge Zwiener und Alfons Singer witzig und geistreich dar, was passieren würde, wenn die Kirche die Methoden moderner Großunternehmen übernähme.

4000 Euro für sozialen Zweck

Schon vor dem Geburtstag hatte Pfarrer Löhr deutlich gemacht, dass er keine persönlichen Geschenke wünsche, sondern eine Spende auf ein Konto, um die so angesammelte Summe einem sozialen Zweck zuzuführen. Am Ende des Festaktes überreichte nun Bernhard Kotz vom Effeltricher Trachtenverein in Vertretung aller Vereine und Gratulanten dem Jubilar einen Scheck über 3947 Euro.