Ebermannstadt
Ausstellung

Liebenswertes Erbe bewahrt

Seit 40 Jahren gibt es die Dampfbahn Fränkische Schweiz. Aus diesem Anlass wurde eine Sonderschau im Ebermannstadter Heimatmuseum eingerichtet.
Eröffnet wurde die Ausstellung durch Stephan Schäff (Schriftführer der DFS), Museumskoordinator Manfred Franze, Zweiten Bürgermeister Alfons Dorn und Peter Kriegl (verantwortlich für die Sonderausstellung).  Fotos: Helmut Vogler
Eröffnet wurde die Ausstellung durch Stephan Schäff (Schriftführer der DFS), Museumskoordinator Manfred Franze, Zweiten Bürgermeister Alfons Dorn und Peter Kriegl (verantwortlich für die Sonderausstellung). Fotos: Helmut Vogler
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40 Jahre Dampfbahn Fränkische Schweiz (DFS) heißt die neue Sonderausstellung im Heimatmuseum Ebermannstadt. Bei der Eröffnung würdigten Zweiter Bürgermeister Alfons Dorn und Museumskoordinator Manfred Franze die Rolle der DFS für für die Stadt und die Region. Wie kein anderer Verein hab die DFS durch ihre Museumsbahn dazu beigetragen, Ebermannstadt weit über die Region hinaus bekannt zu machen. Franze: "Ich wage gar nicht daran zu denken, was aus der wunderschönen Bahnstrecke geworden wäre, wenn sie die DFS nicht gekauft und erhalten hätte."

Peter Kriegl als Verantwortlicher für die Sonderausstellung erinnerte zunächst an einen Bericht aus dem Jahr 1925 in der Zeitschrift "Die Fränkische Schweiz": "Seit der Eröffnung der Lokalbahn Forchheim - Ebermannstadt im Jahre 1891 hat dieser etwa 1200 Einwohner zählende Ort einen ungeahnten Aufschwung genommen. Von den Tausenden und Abertausenden von Fremden, Sommerfrischlern und Touristen hat wohl jeder das anmutig gelegene Städtchen besucht, dessen Bewohner durch den von Jahr zu Jahr ansteigenden Fremdenverkehr es zu einer ziemlichen Wohlhabenheit gebracht hatten". Dennoch wurde 1976 der Zugverkehr ab Ebermannstadt von der DB eingestellt. "Gott sei Dank haben sich 1974 eine Reihe von Männern und Frauen zusammengeschlossen und die DFS gegründet", erklärte Kriegl und erinnerte an den Vorstand um Paul Lachmayer und Werner Vierling.

Stefan Schäff zeigte den Werdegang der Dampfbahn Fränkische Schweiz auf. Nach der Gründung am 16. April 1974 durch eine handvoll Eisenbahnfreunde sei der Verein in kurzer Zeit auf 400 Mitglieder gewachsen. 1980 habe man den Fahrbetrieb aufgenommen, 1981 sei der erste lokbespannte Zug verkehrt, 1983 habe dann der Dampfbetrieb begonnen. Inzwischen ist der Verein Schäff zufolge stark gewachsen und besitzt einen umfangreichen Fuhrpark, der mit großem Zeit- und Finanzaufwand restauriert und instand gehalten wird.

Laut Fahrplan gibt es im laufenden Jahr 35 Betriebstage, dazu über 100 Sonderfahrten. Bei 7000 Kilometern pro Jahr wurden in den vergangenen 34 Jahren eine halbe Million Fahrgäste befördert.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die 40 Jahre Dampfbahn Fränkische Schweiz in Ebermannstadt von der Signaltechnik über das Handwerkszeug für Lokführer, Heizer und Schaffner bis zu zahlreichen Modellbahnen in verschiedenen Größen.